Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat am Donnerstag seine Truppen an der Grenze zur russischen Halbinsel Krim und im Donbass in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Tags zuvor hatten russische Behörden die Vereitelung von Terroranschlägen auf der Krim gemeldet, die durch ukrainische Spezialtruppen geplant gewesen sein sollen.

 


 

„Ich habe mich mit der Leitung der Sicherheitsstrukturen und des Außenministeriums beraten“, schrieb Poroschenko am Donnerstag auf Twtter. „Ich habe verordnet, alle Einheiten an der administrativen Grenze zur Krim und entlang der Front im Donbass in erhöhte Gefechtsbereitschaft zu versetzen.“

 


 
Die von Kiew abtrünnigen selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (beide im Donbass) bezeichneten Poroschenkos Anordnung als „Spektakel für den Westen“.

 

Poroschenko spiele Angst vor, um ein Signal an die europäischen Staaten zu senden, sagt Wladislaw Dejneko, Vertreter der „Volksrepublik Lugansk“, gegenüber russischen Medien. Er denke nicht, dass sich Poroschenko für „etwas Ernstes“ entscheiden werde, Eduard Bassurin, Volkswehr-Kommandeur der „Volksrepublik Donezk“ pflichtete bei:

 

„Das ist nichts weiter als Populismus und Muskelspiel. Für einen offenen Zusammenstoß mit Russland wird sich die Ukraine nicht entscheiden. Das wäre nämlich Selbstmord.“

 

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte nach eigenen Angaben auf der Krim eine Reihe von Terroranschlägen vereitelt, die der militärische Nachrichtendienst der Ukraine geplant haben soll. Bei Kämpfen mit ukrainischen Spezialtruppen am Samstag und am Montag seien auf der Krim ein russischer Soldat und ein FSB-Mitarbeiter getötet worden. Mehrere mutmaßliche ukrainische Agenten seien festgenommen worden. Es seien Bomben und ukrainische Waffen sichergestellt worden. Die Ukraine bestritt das.