Russische Diplomaten und Militärs haben bei den Verhandlungen mit ihren türkischen Amtskollegen gefordert, die türkisch-syrische Grenze zu schließen. Das schreibt die Zeitung „Iswestija“ unter Verweis auf russische Parlamentarier und eigene Quellen.

 

„Wir haben natürlich eine mögliche Sperrung der syrisch-türkischen Grenze zur Sprache gebracht. Damit würden die Extremisten alle Möglichkeiten für den Nachschub von außen verlieren“, betonte der Vizeleiter des Verteidigungsausschusses der Staatsduma (Unterhaus), Viktor Wodolazki.

 

Ihm zufolge hat diese Frage unmittelbar mit der Gewährleistung der nationalen Sicherheit Russlands zu tun.

 

„Unsererseits können wir der türkischen Seite Satellitenaufnahmen von den Orten zur Verfügung stellen, wo Schmuggelrouten für Waffen und Extremisten verlaufen“, fügte der Abgeordnete hinzu.

 

Laut der Zeitung behandelt Ankara bereits eine mögliche Grenzsperrung. „Die türkischen Unterhändler – sowohl Diplomaten als auch Militärs – haben praktisch keinen Handlungsspielraum. Zugleich sind sie wohl darauf eingestellt, strittige Fragen zu lösen. Deswegen werden sie gezwungen sein, unsere Bedingungen zur Grenzsperrung zu erfüllen“, sagte Igor Morosow vom Auswärtigen Ausschuss des Föderationsrates (Oberhaus).

 

Zuvor war mitgeteilt worden, dass Moskau und Ankara einen dreiseitigen Mechanismus aus Vertretern der jeweiligen Geheimdienste, Militärs und Diplomaten geschaffen haben.