Im Rahmen der Anschläge auf der Krim sollten die ukrainischen Saboteure unter anderem Bomben am Flughafen und dem Busbahnhof von Simferopol, der Hauptstadt der autonomen Republik, legen. Dies sagte einer der bei der Vereitelung der Angriffe vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB festgenommenen mutmaßlichen Agenten im Verhör aus.

 

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte nach eigenen Angaben auf der Krim eine Reihe von Terroranschlägen vereitelt, die der militärische Nachrichtendienst der Ukraine geplant haben soll. Bei Kämpfen mit ukrainischen Spezialtruppen am Samstag und am Montag seien auf der Krim ein russischer Soldat und ein FSB-Mitarbeiter getötet worden. Mehrere mutmaßliche ukrainische Agenten seien festgenommen worden. Es seien Bomben und ukrainische Waffen sichergestellt worden. Die Ukraine bestritt das.

 

Die Krim war im März 2014 — nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war der nationalistisch geprägte Staatsstreich in Kiew gewesen.

 

Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an und hat zuerst die Strom- und Trinkwasserversorgung gekappt und dann eine volle Wirtschaftsblockade gegen die Schwarzmeerhalbinsel verhängt, die seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 keine Landverbindung zu Russland hat.