Einer der für Ölgeschäfte zuständige Anführer der Dschihadistenmiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) ist im Irak getötet worden, meldet Reuters unter Verweis auf Pentagon-Sprecher Adrian Rankin-Galloway.

 

Sami Dschassim al-Dschaburi, Spitzname Hadschi Hamad, und sein Berater sollen am Donnerstag im Raum der Stadt Al-Qaim (nahe der Grenze zu Syrien) bei einer Sonderoperation der irakischen Kurden und US-Spezialeinheiten getötet worden sein.

 

„Der Einsatz war mit der irakischen Regierung abgestimmt und wurde gemeinsam mit den irakischen Streitkräften durchgeführt“, präzisierte der Sprecher.

 

Anfang Juni war mitgeteilt worden, dass die russische Luftwaffe eine Reihe von Ölobjekten des IS in den syrischen Provinzen Rakka und Homs zerstört hatte. Die Luftangriffe erfolgten im Rahmen der Aufgaben zur „Untergrabung der Wirtschaftsbasis der Terroristen“.

 

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas, das auf dem von Terroristen kontrollierten Territorium gewonnen wird, machten bislang die Hälfte aller Geldeinkünfte des IS aus.

 

Dennoch ging das von Islamisten geförderte Öl im Jahr 2015 um etwa 30 Prozent – von 33.000 Barrel auf 21.000 pro Tag – zurück, was auf die Abnahme der Zahl der von den Terroristen kontrollierten Ölobjekte zurückzuführen ist. Seit Oktober 2015 hatte allein die russische Luftwaffe mehr als 200 Ölförderanlagen des IS vernichtet.