Während man in der EU nicht daran glaubt zu einem Plan B übergehen zu müssen, rechnet die Mehrheit der Deutschen mit einem Scheitern des EU-Türkei-Flüchtlingsabkommens. Gleichzeitig sind sie aber mehrheitlich dafür, die Lage abzuwarten bevor man die EU-Beitrittsverhandlungen beendet.
 
54 Prozent der Deutschen rechnen einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das «ZDF-Politbarometer» aufgrund der Spannungen zwischen der EU und der Türkei mit einem Scheitern des Flüchtlingsabkommens. Nur 37 Prozent glauben, dass diese Vereinbarung zur Aufnahme von Flüchtlingen Bestand haben wird. Gut ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) spricht sich zudem aufgrund der aktuellen politischen Situation in der Türkei für einen sofortigen Abbruch der Verhandlungen über einen möglichen EU-Beitritt aus.

 

55 Prozent sind dafür, zunächst abzuwarten, wie sich die Lage im Land weiter entwickeln wird und acht Prozent wollen, dass die Beitrittsverhandlungen auf jeden Fall fortgeführt werden. Zudem erwarten 53 Prozent der Befragten, dass als Folge der innenpolitischen Entwicklungen in der Türkei auch das Zusammenleben von Türken und Deutschen bei uns stark belastet wird, 44 Prozent glauben das nicht.

 

Quelle: Contra Magazin