Die Einrichtung logistischer Korridore, die Sibirien, den Fernen Osten und die Arktis verbinden sollen, hat Russlands Sicherheitsrat jetzt der Regierung vorgeschlagen. Luftschiffen ist dabei eine bedeutende Rolle zugedacht. Dies meldet die Agentur RosBusinessConsulting (RBC).

 

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Foto: Sputnik/ Ruslan Krivobok

 

Gerade die Luftschiffe sollen laut den Autoren des Projekts den Güterstrom zwischen dem Nördlichen Seeweg und der Transsibirischen Eisenbahnmagistrale gewährleisten. Ein Luftschiff zum Preis von 30 Millionen Dollar könne fünf Mi-8-Hubschrauber ersetzen, die jetzt im Hohen Norden genutzt würden, meinen sie.

 

Als Schöpfer des Luftschiffes „Atlant“ nennt die Zeitung das Luftschiffzentrum „Awgur“. Es heißt allerdings, man habe keine Angaben zum konkreten Inhaber ermitteln können. 62,5 Prozent der Aktien sollen dem Chef der Russischen Luftschiff-Gesellschaft, Stanislaw Fjodorow, gehören, anderen Angaben zufolge ist die Eigentumsstruktur eine Ringstruktur, die auch die zypriotische „Everfar Management Limited“ mit einschließe.

 

Der Präsident des Unternehmens „Lokomoskai“, Kirill Lyats, sei überzeugt, so die Zeitung, dass es beim Einsatz von Luftschiffen vor allem darum gehe, schwergewichtige Güter in schwer zugängliche Gebiete zu transportieren, wobei die Geschwindigkeit zweitrangig sei. Der Experte des Portals Aviation Explorer, Wladimir Karnosow, erinnerte im Gespräch mit der Zeitung daran, dass man seit der Erfindung von Luftschiffen und anderen Flugapparaten leichter als die Luft davon träume, sie für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Allerdings sei bislang keine einzige solche Idee mit einem finanziell positiven Ergebnis in die Tat umgesetzt worden, merkt er an.