Strategischer Bomber Tu-160

 

 

«Der Bomber kann sowohl mit atomaren als auch mit thermobarischen Bomben bestückt werden. Letztere wären insoweit vorzugswürdig, weil diese Bomben lediglich in der Lage sind mehrere Millionen Menschen gleichzeitig umzubringen, wobei das Land nicht verstrahlt wird. Besser für die Umwelt :)», so Christian Lehmann im FB

 

 

Die NATO-Staaten nennen ihn „Black Jack“. In Russland wird der legendäre Atombomber weiter entwickelt und die Produktion der Tupolew Tu-160 ist nun in vollem Gange. Im Falle eines Krieges könnte er in weniger als einer Stunde sämtliche Städte und Militärbasen in Deutschland vernichten. Der Bomber wurde im Kampf gegen ISIS in Syrien 2015 erstmals eingesetzt.

 

 

Der strategische Bomber Tu-160 ist mit einem maximalen Startgewicht von 275 Tonnen der schwerste im Einsatz befindliche Bomber der Welt. Kernauslegung aktueller strategischer Bomber ist die interkontinentale Reichweite (über 6.000 Kilometer), die einen Start direkt aus dem eigenen Gebiet ohne vorherige Verlegung der Flugzeuge, ermöglicht. Sein Einsatzziel ist die Zerstörung des gegnerischen Hinterlandes, insbesondere der Produktionsressourcen, der Infrastruktur und ggf. der militärischen Einheiten). Er dient also nicht der Feuerunterstützung von anderen Teileinheiten im Gefecht, wie etwa die Artillerie oder gewöhnliche Bomber, sondern dient der endgültigen Vernichtung des Feindes.

 


 
Deswegen kann er auch mit bis zu acht Atombomben beladen werden. Je nach Einsatz und Auftrag kann er auch mit ballistischen Raketen, taktischen und strategischen Atomraketen, gelenkte und ungelenkte Bomben oder Boden-Luft-Raketen beladen werden. Im Feindgebiet wird der strategische Bomber von Jagdflugzeugen, wie beispielsweise einer Mig-29, eskortiert. Er erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 2.230 km/Stunde (Mach 2) und könnte damit innerhalb von 45 Minuten von Moskau aus Berlin erreichen.

 


 
Um noch mehr Zeit zu gewinnen, wird an der Produktion und Entwicklung des strategischen Bombers jetzt kollektiv getüftelt. An der Entwicklung des Bombers Tu-160M2 werden mehrere Konstruktionsbüros beauftragt. UAC-Vizepräsident Alexander Konjuchow sagte: „Um die Aufgabe möglichst schnell zu erfüllen, laufen seit Ende 2015 Arbeiten zur Erstellung der elektronischen Konstruktionsdokumente in Bezug auf das Flugwerk. An der Konstruktion des Flugwerks sollen dabei keine Korrekturen vorgenommen werden, die statische Prüfungen erfordern würden. Neben Tupolew sind die Flugzeugbauer Suchoi, MiG, Irkut, Berijew, Iljuschin sowie das Moskauer Luftfahrtinstitut MAI beteiligt. Das hängt damit zusammen, dass die Fristen für die Erfüllung der Aufgabe knapp sind“, wie die russische Nachrichtenagentur Sputnik unter Berufung auf die Tageszeitung „Iswetia“ berichtet.

 

 

Damit man man nicht viel Zeit verliert, arbeitet man am Austausch der Datenkanäle, die man besonders vor feindlichem Abfang schützen muss, da viele beteilligte Unternehmen auch in Grenzgebieten zu Europa und Asien ansässig sind. UAC-Generalkonstrukteur Sergej Korotkow sagte: „Innerhalb einer sehr knappen Zeit müssen wir neue Konstruktionsdokumente vorlegen, um das Flugzeug zu modernisieren. Für die Umsetzung des Projektes verständigten sich das Verteidigungsministerium, das Industrieministerium, die UAC und deren Unternehmen auf dieses neue Verfahren, um die Arbeit zu organisieren. Wir sind davon überzeugt, dass wir somit das beste Ergebnis erreichen können.“
 
Der russische Präsident Wladimir Putin rief an seiner Neujahrsansprache zu Zusammenhalt auf. An diese Worte haben sich alle russischen Flugzeugbauer wohl gehalten, die erstmals zusammen an einem Projekt arbeiten. Das Moskauer Unternehmen Tupolew hat den Weißen Schwan entworfen, der am 18 Dezember erstmals abhob.

 

Von Christian Lehmann