Deutsche Kanzlerin Angela Merkel berücksichtigt immer noch zu wenig die Ängste und Sorgen der deutschen Bürger gegenüber Migranten, sagte in einem Interview mit Spiegel der frühere CSU-Chef und Ministerpräsident Edmund Stoiber

 

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Stoiber kritisierte den Flüchtlingskurs der Kanzlerin scharf.

 

«Leider geht sie nach wie vor zu wenig auf die Empfindungen, die Sorgen und Ängste der Bürger ein», sagte er. «Merkels sehr pauschaler Satz ,Wir schaffen das’ hilft da nicht weiter, weil er konkret nichts aussagt.»

 

Alle Umfragen würden zeigen, «dass mittlerweile Horst Seehofer und nicht Angela Merkel dabei den Mehrheitswillen der Bevölkerung ausdrückt».

 

Spätestens nach den Anschlägen von Ansbach und Würzburg sei klar, dass «die unkontrollierte Zuwanderung auch ein Sicherheitsproblem bedeutet, weil wir unter den Flüchtlingen leider auch eingeschleuste oder sich entwickelnde Straftäter haben», sagte Stoiber. Er fügte mit Blickauf den Abwärtstrend der Kanzlerin in Umfragen hinzu: «All das wirkt sich natürlich auch auf die Zustimmungswerte aus.»

 

Indirekt machte Stoiber Merkel für die Spaltung innerhalb der Europäischen Union mitverantwortlich.

 

«Mit einer Politik des humanitären Imperativs erreiche ich keine gemeinsame Linie in Europa.»