Unzählige Blogs sowie alternative Nachrichtendienste lobten Islands Demokratieverständnis nach der „Revolution“, als Antwort auf die Finanzkrise im Jahre 2008. Mitnichten verwunderlich, denn nach außen wirkte es tatsächlich so, als setze sich Island gegen die US-Finanzindustrie zur Wehr. Doch von Widerstand gegen US-NATO-Einflüsse kann anno 2016 keine Rede mehr sein; unter der scheinheiligen Begründung des „russischen Aggressors“ kehrt das US-Militär zurück nach Island, belagert die Insel im Provokationskampf gegen Russland.

 

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Von einem augenscheinlich starken, nordischen Volk hätte man erwarten können, dass es Widerstand leisten, erkennen würde, inwieweit US-NATO-Mächte die wahren Aggressoren sind. Russland provoziert nämlich keinesfalls den Westen, dafür jene umso vehementer das seit Jahren friedliche Russland, was Island wohl bewusst ausblendet und somit auch den leichten politischen Weg wählt.

 

Island „kriecht“ vor den US-NATO-Mächten

 

Island gehört nunmehr also ebenso zu den zukünftigen Verlierernationen – brav im Staube kniend vor US-NATO-Mächten. Nur, wer mutig genug ist, eigene Wege einzuschlagen, gewinnt am Ende, da der NATO-Endkampf lediglich westliche Perspektivlosigkeit verdeutlicht.

 

Letztendlich gedeihen dynamische BRICS-Wirtschaftsstrukturen, weil Menschen weltweit erkennen, welche Perspektiven BRICS unter Russland birgt. Ob unabhängige Landeswährungen, Aufbaubanken oder Genverbot bezüglich Nahrungsmittel – Russlands Präsident Wladimir Putin denkt quer, weshalb NATO-Mächte befürchten, dass ihr Weltmachtkonstrukt zusammenfällt, sobald BRICS-Staaten noch massiver ins Bewusstsein westlicher Bürger vordringen.

 

Im Grunde war Island aber niemals wirklich frei. Schon inmitten des Zweiten Weltkriegs galt der Militärstützpunkt Keflavik als eine strategisch wichtige US-Basis.  Der NATO diente Island überdies zu Zeiten des Kalten Krieges. Danach verlor Island seinen militärischen Reiz für US-Streitkräfte, woraufhin das US-Militär 2006 freiwillig stationierte Einheiten abzog. Jetzt „spendiert“ Washington seinen isländischen Freunden 21,4 Millionen US-Dollar zwecks Runderneuerung des Militärstützpunktes Keflavik, schließlich droht Gefahr vom „bösen“ Russen.

 

Obgleich sicherlich bitter, erliegt Island genauso alliierten Lügenmärchen. Isländer lassen sich demzufolge instrumentalisieren hinsichtlich Feinbilderschaffung sowie haltloser NATO-Kriegsprovokationen. Island sollte US-Streitkräften taktische Positionsausrichtungen, die Russland weiter provozieren könnten, untersagen. Niemand erwartet von Island Unterstützungsbereitschaft Richtung Russland, aber politisch neutrales Verhalten, welches Islands dauerhafte Abhängigkeit, geschichtlich betrachtet, allerdings verhindert.

 

Island, ein Vasall der NATO? Leider ja – gute Nacht, Island!

 

 

Von Joachim Sondern, Bürgerstimme