Obwohl die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland zurzeit schwierige Zeiten erleben, werden sie sich früher oder später wieder erholen, wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow vor Studenten der Uraler Föderalen Universität in Jekaterinburg sagte.

 

„Ich denke, dass dies die komplizierteste Periode seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist, bei der Russland eine aktive und entscheidende Rolle gespielt hat“, so Lawrow.

 

Ihm zufolge werden Russlands Vorschläge zur Abstimmung in Sachen Sicherheitsprinzipien im euro-atlantischen Raum immer wieder abgelehnt.

 

„Die Philosophie des Nato-Zentrismus überwiegt, wenn der Erweiterungskurs der Allianz um jeden Preis hart auf die Ukraine stieß. Alle haben entschieden, Russland dafür verantwortlich zu machen“, sagte der russische Chefdiplomat.

 

Der Nato-Kurs auf Ost-Erweiterung um jeden Preis vertiefe nur die Gräben auf dem Kontinent.

 

Zugleich brachte Lawrow seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen früher oder später auf ihr bisheriges Niveau zurückkehren werden:

 

„Wir haben mehrmals gesagt, dass es nicht unsere Wahl ist, sich zu kränken und in die Isolation zu flüchten“.

Am Montag trifft Lawrow seinen deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier in Jekaterinburg. Bei den bevorstehenden Verhandlungen sollen aktuelle Aspekte der bilateralen Kooperation im politischen, wirtschaftlichen  und kulturell-humanitären Bereich besprochen werden.