Deutschland und Russland müssen ungeachtet der gegenwärtigen Meinungsunterschiede miteinander im Dialog bleiben, wie der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor Studenten der Uraler Föderalen Universität in Jekaterinburg sagte, wo er mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zu Gesprächen zusammentrifft.

 

Es gelte, die Krise im Verhältnis zwischen Deutschland und Russland zu überwinden. Die beiden Staaten dürften sich nicht voneinander abwenden, sondern müssten weiterhin im Dialog bleiben, so Steinmeier. Steinmeier erwartet in den nächsten Jahren eine erneute politische Annäherung zwischen Russland und Deutschland.

 

Es sei wichtig, Missverständnisse in Sicherheitsfragen zu vermeiden, betonte er weiter. Gründe für die Verschlechterung der Beziehungen sieht Steinmeier vor allem in den mit der Krim und der Ukraine verbundenen Ereignissen.

 

Hinsichtlich des Zusammenwirkens Russlands und der Nato erklärte der Minister, man müsse die Möglichkeiten des Russland-Nato-Rates besser nutzen. Und das „besonders in schwierigen Zeiten“, betonte er. Er verwies darauf, dass das beim Nato-Gipfel in Polen als politische Verantwortung fixiert worden sei, wonach dieser Rat dann auch zusammengetreten sei.