US-Militärbasen werden von der ganzen Welt abgedrängt

 

amerikanskie-voennye-bazy-tesnyat-po-vsemu-miru-1-1
 
Ende Juli erklärten die Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Japan die Zurückgabe von 4000 Hektar auf der Insel Okinawa, auf der sich seit langer Zeit die meisten US-Basen in Japan befinden. Aber es besteht eine drohende Gefahr für die US-Militärbasen, nicht nur im Japan, sondern auch in verschiedenen Teilen der Welt.

 
Amerikanisches Militär befand sich in Japan aufgrund des bilateralen Sicherheitsabkommens, das zwischen Tokio und Washington abgeschlossen war. Dieses Abkommen erregte den Anstoß der Japaner schon früher, zurzeit sollen die aktuellen Proteste noch größer sein. Nach der Meinung von Zehntausenden Japanern bringt die amerikanische Anwesenheit Japan in eine entwürdigende Verlegenheit – weil Japan damit zu einem jener Länder gehört, die von einem anderen Staat dominiert werden. Einwohner der japanischen Präfektur Okinawa fordern immer aktiver den Abzug der amerikanischen Truppen von der Insel, wo sich die meisten US-Basen in Japan befinden. Die Japaner sehen das amerikanische Militär als Ursache ihrer Finanzprobleme, des Kriminalitätsanstiegs und des niedrigen Lebensniveaus.
 
 
Die Amerikaner verärgern Japan
 
Ein Beispiel: Der US-Marinestützpunkt Futenma auf Okinawa liegt in der Mitte der dicht besiedelten Region, und ist einer der meist bedrohten der Welt. Start- und Landebahnen befinden sich zwischen den Häuserblöcken. Die Bewohner neben den US-Stützpunkten in Japan leiden auch unter dem Lärm und der Umweltverschmutzung, die diese verursachen. Den US-Soldaten wird so Einiges vorgeworfen, angefangen bei unmoralischem Verhalten über Raub und Entführung bis hin zu Vergewaltigung von Frauen und Jugendlichen sowie Mord. 1997 wurde die Insel bereits von ähnlich massiven Protesten erschüttert, als ein Mädchen von US-Soldaten auf brutale Weise entführt und vergewaltigt worden war. Zum wiederholten Male wurde das Problem aktuell, als Kenneth Franklin von der japanischen Polizei festgenommen wurde. Dem Amerikaner wird vorgeworfen, die Japanerin Rina Simabukuro zuerst getötet und dann ihre Leiche versteckt zu haben. Bald darauf passierte ein Straßenverkehrsunfall. Eine US-Militärangehörige, 21-jährige Angestellte, fuhr unter Trunkenheit am Steuer, bei dem dann folgenden Unglück gab es zwei Fahrzeugzusammenstöße. Auf Okinawa gibt es aufgrund dieser Ereignisse gegenwärtig immer wieder Massenproteste gegen die Präsenz der US-Army. Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten führten strenge Sperrstunden und ein Anti-Alkoholgesetz für US-Stützpunkte auf Okinawa ein. Doch dies ist nicht genug für die Japaner, sie wollen das Territorium unter die Kontrolle Tokios bringen, um den Status des US-Militärs in Japan zu ändern. Das würde die Schwächung der Vorherrschaft Washingtons bedeuten.
 
 
Die Deutschen wollen nicht Ramstein dulden
 
Gleichzeitig erschienen Nachrichten, dass es vor der US-Militärbasis Ramstein zu Protestkundgebungen der Friedensbewegung gegen den von der amerikanischen Regierung geführten Drohnenkrieg kam. Aktivisten versuchten einen neuen Anlauf gegen US-Drohnen. Die Volksversammlung zählte etwa 7000 Menschen, die sich für die Schließung des größten Drohnenkriegs einsetzten. Die Datenübermittlung der US-Drohnen in andere Staaten verletzt die Landesverfassung. Es geht hierbei um US-Drohnen in Afghanistan, Pakistan, Syrien, Irak, Jemen. US-Drohnen fliegen auch vom deutschen Stützpunkt ab. Es gibt sogar die Protestbewegung „Stopp Ramstein“; zu den Rednern auf der Protestkundgebung gehörten unter anderem die Internationale Juristenvereinigung gegen Atomkampfmittel, Abgeordnete der linken Partei des Bundestags und Mitglieder der pazifistischen Weltorganisation.
 
Einen Ansporn gab ein besonderes Vorkommnis, das in Stuttgart passierte. Dort verschwand eine Waffe. Der Maßstab des Diebstahls ist nicht sehr groß – ein paar halbautomatische Gewehre, ein Kleinkalibergewehr, eine Schrotbüchse, und Zubehör. Aber nehmen Sie zusammen, dass dieser Diebstahl in diesem „erfolgreichen“ Deutschland, in einer sorgsam gehüteten Militärbasis, passierte. Dies ist ein alarmierendes Ereignis vor dem Hintergrund der Gefahr des Terrorismus in Europa. Das gibt den bisherigen Unterstützern zu denken, ob Deutschland militärische Beziehungen mit den USA braucht.
 
 
Die Türken antworteten mit Feuer
 
Es scheint, das US-Militär hat die schwierigsten Probleme in der Türkei. Nach langem Zögern erlaubt die Türkei den USA, den strategisch wichtigen Stützpunkt Incirlik für Luftangriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu nutzen. Der Stützpunkt Incirlik wird schon seit langem von den USA genutzt, dort befindet sich das Atomwaffenarsenal.
 
Obwohl der Standort Incirlik für die Nato eine sehr große Bedeutung hat, und dieser Ort eine große Bedeutung für die Nato hat, droht die Türkei sogar mit dem Ende der Allianz.
 
Starker Zwang auf das Militärpersonal, das sich auf der Basis befindet, begann nach der Niederhaltung des Umsturzversuchs. Der türkische Präsident erklärte, die Aufrührer, die einen Staatsstreichsversuch machten, bekämen Anweisungen aus den USA. Darum protestieren Türken gegen den US-Stützpunkt Incirlik. Die Protestierenden skandieren antiamerikanische Parolen. Die Türkei sieht in den USA den Drahtzieher des jüngsten Putschversuchs. Das türkische Militär schränkte die Bewegung über das Territorium des Stützpunktes wegen des versuchten Militärputsches ein. Dies vergrößerte das Problem.
 
Später brach an der Stelle der Basis ein Feuer aus. Laut türkischer Polizeiangaben hätte das Feuer im Wald begonnen, und übertrug sich dann auf das Territorium des Kriegsobjekts. Die Autogyroflugzeuge löschten den Brand mit Wassertonnen. Die Hauptversion lautet vorsätzliche Brandstiftung. Fachleute jedoch glauben, dass dahinter ein Manöver gegen die Nordatlantikpaktorganisation steckt. Die Repräsentanten der Nato kommentierten diese Situation nicht.
 
 
Perendzhiev Alexander, ein Experte der Vereinigung der Militärpolitikwissenschaftler:

 

„Heute sind viele Staaten, darunter die Staaten, in denen sich amerikanische militärische Basen befinden, in einer schleichenden Krise. Und einige politische Kräfte nutzen das Moment der Gegenwart der fremden Truppen. Auf solche Weise wurden amerikanische Basen in eine politische Bewegung involviert. Ferner ist zu bemerken, dass die Staatsmächte eine Herausforderung für die Sicherheit wegen der amerikanischen militärischen Basen sehen. Sie glauben, diese Basen haben politische Auswirkungen. Darum werden sie Maßnahmen ergreifen, um die amerikanische Militärpräsenz zu deeskalieren. Dabei verwandeln sich ausländische militärische Basen in eine Achillesferse für die Amerikaner. Die ganze Welt sieht: Man kann die militärischen Basen erpressen, wie in der Türkei. Andere Länder nutzen andere Methoden, die nicht so offen sind. Sie veranstalten Protestbewegungen und erlauben antiamerikanische Provokationshandlungen.“