Die Olympia-Sperre für russische Leichtathleten ist politisch bedingt und entspricht nicht den olympischen Werten und Traditionen, wie die ukrainische Speerwerferin und Teilnehmerin der Olympischen Sommerspiele in Rio, Jekaterina Derun, sagte. Dies berichtet das Nachrichtenportal Newsru.com am Dienstag.

 

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Derun sprach dazu unter anderem die Tradition des Olympischen Friedens an, die das IOC 1992 wieder ins Leben zu rufen versucht hatte.

 

„Pierre de Coubertin hat Olympia wiederbelebt, damit es keine Kriege mehr gibt. Bereits im antiken Griechenland gab es Waffenstillstand, solange die Olympischen Spiele abgehalten wurden. Es ist unverständlich, wofür und für wen die russische Nationalmannschaft ausgeschlossen worden ist. Die Olympiade sollte die Waffenruhe und den Weltfrieden mit sich bringen», sagte die Speerwerferin des ukrainischen Nationalteams.

 

„Je mehr Mitbewerber, desto schärfer ist natürlich die Konkurrenz, desto besser ist aber auch die Atmosphäre der Wettkämpfe. Selbstverständlich ist es schlimm, dass die Russen zu Olympia in Rio nicht zugelassen wurden. Ich weiß gar nicht, wie ich darauf reagieren soll. Sport ist doch Frieden. An der Olympiade müssen alle Länder teilnehmen. Sport ist Sport und Politik ist Politik, in unserer Welt aber ist all das jetzt zu sehr gegenseitig verbunden», so Derun.

 

Die russischen Leichtathleten waren von der Teilnahme  an den  Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wegen der Disqualifizierung des russischen Leichtathletikverbandes ausgeschlossen worden. Bei den olympischen Sommerspielen darf lediglich die Weitspringerin Darja Klischina starten, die außerhalb Russlands lebt und trainiert. Und auch dies musste sich Klischina noch einmal zusätzlich gerichtlich erstreiten.