Die USA sind laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nicht imstande, Terroristen von der sogenannten gemäßigten Opposition in Syrien zu trennen.

 

„Bedauerlicherweise haben unsere Partner jetzt eigentlich sogar eingestanden, dass sie das nicht können“, sagte Lawrow am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau bezüglich des russischen Aufrufes an die USA, Terroristen von der Opposition in Syrien abzugrenzen.

 

Laut Lawrow könnten die Probleme um Aleppo viel schneller gelöst werden, wenn die feierlichen Versprechen von der Sitzung der internationalen Syrien-Unterstützungsgruppe vom Januar-Februar dieses Jahres, die Opposition von den Terroristen abzugrenzen, erfüllt worden wären.

 

Dennoch, so Lawrow, mache Moskau daraus keine Tragödie. Wie der Chefdiplomat betonte, wird es die von russischen und US-amerikanischen Experten durchgeführte Arbeit trotzdem ermöglichen, zu einem koordinierten, effektiveren Zusammenwirken im Anti-Terror-Kampf  überzugehen.

 

Russland hatte den USA mehrmals vorgeschlagen, Schritte zur Abgrenzung der sogenannten gemäßigten Opposition, die Washington unterstützt, von den Terroristen der Terrormiliz Daesh und Dschebhat an-Nusra zu ergreifen. Russland und die syrische Regierung hatten am 28. Juli die Durchführung einer breitangelegten humanitären Operation in Aleppo verkündet.

 

Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen mit Ausnahme von Terrorgruppierungen.

 

In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.