Die deutsche Bundeswehr hat ihre Waffenhilfen für die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak wieder aufgenommen, wie die österreichische Zeitung „Der Standard“ (Mittwoch) berichtete. Am Dienstag seien 70 Tonnen Material an die Regionalregierung in Erbil geliefert worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin.

 

Darunter seien 1.500 G36-Gewehre, 100 Milan-Panzerabwehrraketen und drei gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo 1 gewesen.

 

Deutschland hatte seine Waffenlieferungen an die Kurden im vergangenen Januar vorübergehend eingestellt und von der kurdischen Regierung Aufklärung über den Verbleib von Ausrüstung aus der Bundesrepublik gefordert. Hintergrund waren Medienberichte, wonach solche Waffen auf Märkten angeboten wurden. Die kurdischen Einsatzkräfte sollen sie eigentlich für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verwenden.

 

Ermittlungen der kurdischen Regionalregierung ergaben inzwischen, dass von 28.000 von Deutschland gelieferten Waffen etwa 30 illegal verkauft oder auf anderen Wegen abhandengekommen sind. Außerdem bekräftigte die Verwaltung, keine der am Dienstag gelieferten Waffen weiterzuverkaufen.