Die Bomber vom Typ Tu-22M3 und Su-34, gestartet von Luftstützpunkten in Südrussland und dem Iran, haben mehrere Objekte der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) in der syrischen Provinz Deir ez-Zor angegriffen, wie das russische Verteidigungsministerium bekannt gab.

 

„Am 18. August 2016 sind Langstreckenbomber Tu-22M3 und Su-34 von den Flugplätzen in Russland und dem Iran aus gestartet und haben Objekten der Terrormiliz Islamischer Staat in der Provinz Deir ez-Zor mehrfache Luftschläge versetzt“, heißt es in der Mitteilung.

 

Bei dem Luftangriff seien fünf große Lager mit Waffen, Munition und Betriebsstoffen vernichtet worden. Außerdem seien sechs Kommandostellungen zerstört, viele Kämpfer, Artilleriestellungen und Panzertechnik der Terroristen vernichtet worden.
 
„Jagd- und Begleitschutz gewährleisteten Kampfjets vom Typ Su-30SM und Su-35S, die auf dem Stützpunkt Hmeimim stationiert sind. Alle russischen Flugzeuge sind nach der erfolgreichen Ausführung der Kampfaufgaben zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt“, heißt es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums weiter.

 
Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium die Stationierung von Tu-22M3-Bombern auf dem Militärflughafen Hamadan im Iran bestätigt und mitgeteilt, dass die Maschinen von Hamadan aus bereits erste Luftschläge gegen IS-Stellungen in Syrien geführt haben. Die russische Luftwaffe ist im Iran zeitweilig stationiert.
Anfang August hatte Russlands Präsident Wladimir Putin der Staatsduma (Unterhaus) das zwischen Russland und Syrien geschlossene Abkommen über die unbefristete Stationierung einer russischen Fliegergruppe in Syrien zur Ratifizierung vorgelegt.

 
Die russische Luftwaffe fliegt auf Bitte der syrischen Regierung seit September 2015 Angriffe gegen Stellungen der Terroristen. Ende September hatte Russland in Bagdad gemeinsam mit dem Iran, dem Irak und Syrien ein militärisches Informationszentrum eingerichtet, um den Kampf gegen die Terroristen zu koordinieren.