Die ukrainischen Saboteure, die Anfang August Terroranschläge auf der Halbinsel Krim geplant hatten, hatten „Rückendeckung“ von einer Gruppe ukrainischer Marineoffiziere, wie eine Quelle aus der Justizbehörde der Krim mitteilte, berichten RIA «Nowosti».

 

Eine Gruppe ukrainischer Offiziere ist demnach am 7. und 9. August im 73. Marinezentrum in Otschakowo im Gebiet Nikolajew eingetroffen. „Ihr Hubschrauber Mi-14PS mit dem Kennzeichen 34 landete auf dem Flughafen Kulbakino“, hieß es. Die Offiziere sollen von dort aus den Verlauf der Ereignisse auf der Halbinsel verfolgt haben.

 

Die Soldaten des Marinezentrums sollen in privaten Gesprächen erwähnt haben, dass die Gruppe eigens dafür eingetroffen sei, um die auf der Krim festgehaltenen Diversanten-Gruppe aus der Hauptverwaltung der Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums zu unterstützen und in Sicherheit zu bringen.

 

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte am 10. August mitgeteilt, vier Tage zuvor auf der Krim eine ukrainische Einsatztruppe aufgespürt und zerschlagen zu haben. Die Ukrainer hätten Terroranschläge auf wichtige Infrastruktureinrichtungen der Halbinsel geplant. In der Nacht zu Montag soll das ukrainische Militär zudem die Krim unter Beschuss genommen und versucht haben, unter diesem Deckmantel weitere Terrorgruppen einzuschleusen. Dieser Versuch wurde nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vereitelt. Bei den Kämpfen seien ein russischer Soldat und ein FSB-Mitarbeiter getötet worden.

 

Mehrere ukrainische Agenten wurden festgenommen. Im Verhör sagten diese aus, dass bei den Anschlägen auf der Krim die ukrainischen Saboteure unter anderem Bomben am Flughafen und dem Busbahnhof von Simferopol, der Hauptstadt der autonomen Republik, legen sollten.