Es ist Ex-Außenminister Colin Powell gewesen, der Hillary Clinton die Nutzung einer privaten E-Mail-Adresse für dienstliche Kommunikation empfohlen hatte, wie die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten und selbst frühere US-Außenministein nun gegenüber dem FBI gestand. Dies berichtet die Zeitung „New York Times“.

 

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Die NYT beruft sich in ihrem Beitrag auf das Buch „Man of the World: The Further Endeavors of Bill Clinton“ des Journalisten Joe Conason, in dem er einen Dialog zwischen Clinton und Powell am Anfang ihrer Karriere als Außenministerin beschreibt.

 

Während eines Abendessens bei Madeleine Albright soll Powell Clinton empfohlen haben, ihre private E-Mail-Adresse für die dienstliche Kommunikation zu benutzen, wie er es angeblich auch selbst getan habe. Eine Ausnahme seien Briefe mit klassifizierten Informationen gewesen, die er über seinen Computer im Außenministerium erhielt und absendete.

 

Powells Sprecher hat dazu angegeben, der Politiker könne sich nicht an das Gespräch erinnern, so NYT. Der Ex-Außenminister habe allerdings in einer E-Mail an Clinton über seine Erfahrung mit der Nutzung der privaten E-Mail-Adresse für nicht-geheime Briefe erzählt und angegeben, dass „dies die Kommunikation innerhalb des Ministeriums erheblich verbesserte“. Die E-Mail hätte in die FBI-Akte zu dem Clinton-File aufgenommen werden müssen.

 

Die E-Mail-Affäre um Hillary Clinton war im März letzten Jahres entbrannt, als bekannt geworden war, dass die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten in ihrem Amt als US-Außenministerin zwischen 2009 und 2013 einen privaten Server für dienstlichen E-Mail-Verkehr genutzt hatte. Damit hatte Clinton gegen gültige Dienstvorschriften verstoßen, wonach dienstliche Korrespondenzen über eigens geschützte Regierungsserver zu führen sind. Damals hatte ein rumänischer Hacker unter dem Pseudonym „Guccifer 2.0“ Clintons Postfach gehackt.