US-Militärs haben Söldnern der Terrormiliz Daesh („Islamischer Staat“, auch IS) unbehelligt den Rückzug aus der syrischen Stadt Manbidsch ermöglicht, wie Medien berichten. Dabei fürchtet Russland, dass diese IS-Kämpfer nun an anderer Stelle wieder in Kämpfen auftauchen könnten.

 

19-08-09

 

Nach Angaben der New York Times haben US-Drohnen den Rückzug der IS-Kämpfer durchaus beobachtet. Demnach beluden die IS-Anhänger Hunderte Autos, Busse und Lkw und fuhren aus der Stadt. Die US-Militärs hielten den Rückzug der Terroristen nicht auf.

 

19-08-10

 

Chros Garver, ein Sprecher des US-Militärs, sagte dazu, dass sich die Kommandeure der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) dafür entschieden hätten, die IS-Kämpfer ziehen zu lassen, so die Agentur AP. Grund dafür seien rund 2000 Zivilisten, die sich untern den IS-Kämpfern befänden.

 

Am 12. August war bekannt geworden, dass SDF-Kämpfer mit Unterstützung der Luftwaffe der US-geführten Koalition die syrische Stadt Manbidsch zurückerobert hätten. Die Operation zur Befreiung der Stadt von den Terroristen hatte im Juni begonnen.

 

Manbidsch ist ein strategisch wichtiger Punkt: Die Stadt liegt an einer Kreuzung, die die Daesh-Hochburg Rakka mit nördlichen Regionen des Landes und dem Gouvernement Aleppo verbindet. Intensive Kämpfe um Rakka werden mit schwankendem Erfolg seit Ende Juni dieses Jahres geführt.