Zwei amerikanische Kampfjets F-22 Raptor haben Abwehrjäger der syrischen Luftwaffe im Luftraum über der Stadt al-Hasaka im Nordosten Syriens dazu gezwungen, das Gebiet zu verlassen, meldet Reuters unter Berufung auf einen Sprecher des US-Verteidigungsministeriums.

 

Die syrischen Kampfjets sollen dabei keine Schläge geführt haben, sondern wollten lediglich den Luftraum über der Stadt überqueren.

 

In diesem Gebiet befänden sich amerikanische Einsatzkräfte, die von der internationalen US-geführten Koalition geschickt worden seien, kommentierte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Jeff Davies, gegenüber der Zeitung The Wall Street Journal. Der syrischen Regierungsarmee sei „im Guten empfohlen worden, sich vor Kampfhandlungen unweit der Stützpunkte der USA und ihrer Bündnispartner in al-Hasaka zurückzuhalten“, hieß es weiter in der Mitteilung.

 

Zuvor hatten Flugzeuge der syrischen Luftwaffe die Stellungen von Kurden in der Stadt al-Hasaka angegriffen. Das sei der erste Angriff seit fünf Jahren gewesen.  Ein Vertreter der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD), Ibrahim Ibrahim, sprach in einem Interview mit Sputnik von Opfern unter der Zivilbevölkerung.

 

Die syrischen Militärs erklärten ihre Handlungen mit dem Bruch der Vereinbarungen durch bewaffneten Gruppen der PYD. Kurdische Milizen sollen mehrmals Gebäuden der Staatsbehörden angegriffen, Erdölprodukte gestohlen und Zivilisten in al-Hasaka entführt haben.