Das Pentagon will eine Flugsperrzone über den Kampfgebieten zwischen Kurden und syrischen Regierungstruppen verhängen, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag schreibt.

 

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Demnach haben die USA in Syrien ein konkretes Vorgehen gegen die Assad-Truppen begonnen, indem sie gleichzeitig das separatistische Streben der Kurden verdeckt unterstützen. Das Pentagon setzt bereits zwei Mehrzweckkampfjets des Typs F-22 Raptor ein. Am Freitag wurden von Amerikanern über der nordöstlichen Stadt Hasaka zwei von Russland an syrische Regierungstruppen übergebene Su-24-Bomber aus dem Luftraum abgedrängt.

 

Erste Informationen über den Vorfall wurden von Amerikanern bekanntgegeben. Laut Pentagon-Sprecher Jeff Davis versuchten die US-Bodenkräfte – um ihre Spezialeinheiten zu schützen, die in Hasaka die kurdischen Aufständischen ausbildeten – angeblich mit syrischen Luftstreitkräften Kontakt aufzunehmen. Russland sei darüber informiert worden. Aus Damaskus habe es allerdings keine Antwort gegeben. Vor diesem Hintergrund sagte Davis, dass die USA die Präsenz ihrer Kampfflugzeuge in diesem Gebiet stärkten. Die USA gaben direkt zu verstehen, dass sie den Einsatz der syrischen Fliegerkräfte gegen die von ihnen unterstützten YPG nicht zulassen würden.

 

Die YPG kontrolliert de facto den gesamten Nordosten Syriens, darunter auch die Grenze zur Türkei. Bis vor kurzem haben YPG-Einheiten und Vertreter Damaskus‘ auf den von Kurden befreiten Gebieten friedlich koexistiert. Doch in der vergangenen Woche wurde die seit fünf Jahren andauernde Stille verletzt. Laut arabischen Medien töteten kurdische Aufständische bei den seit 16. andauernden Zusammenstößen mehr als 30 Militärs, weitere 33 wurden gefangen genommen, darunter zwölf Offiziere der Regierungstruppen.

 

Wie das Kommando der syrischen Streitkräfte betonte, wurde der Konflikt in Hasaka von kurdischen bewaffneten Gruppierungen provoziert.

 

Laut syrischen Medien streben die Kurden den Abzug aller Regierungstruppen aus der Provinz Hasaka an. Das bedeutet, dass die von den USA unterstützte Führung der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Abtrennung des autonomen Gebiets der Kurden mit Zentrum in Qamischli vom syrischen Territorium startete.

 

Kurdische YPG-Extremisten sagen seit langem ganz klar, dass sich einige Stützpunkte und Camps in der Türkei befinden und sie gegen die Regierung kämpfen. Laut militärpolitischen Quellen haben Erdogan und Putin bei ihrem Treffen in Sankt Petersburg vereinbart, separatistischen Anstrengungen der Kurden gemeinsam entgegenzuwirken und die Integrität des multinationalen Syriens zu schützen. Wie der türkische Premier Binali Yildirim betonte, könnte Russland im Bedarfsfall den Stützpunkt Incirlik im Süden der Türkei nutzen.

 

Die USA verkündeten mehrmals, dass sie auch gegen eine Teilung Syriens seien. Doch ihre realen Versuche, eine Flugsperrzone in Hasaka einzuführen, bedeuten das Gegenteil. Auch deswegen fällt es der russischen Seite schwer, mit den Amerikanern ein gemeinsames Vorgehen in Syrien zu koordinieren.