Das Pentagon will nun auch die Regierung in Damaskus direkt über Standorte seiner Soldaten in Syrien informieren, um diese vor unbeabsichtigten Luftangriffen zu bewahren. Zuvor hatte Russland angeregt, einen Mechanismus auszuarbeiten, um Zwischenfälle zwischen syrischen und US-amerikanischen Kampfjets zu verhindern, berichtet Sputniknews.

 

In der vergangenen Woche hatte Washington bereits Moskau darüber informiert, in welchen Gebieten in Syrien das US-Sondereinsatzkommando agiert.

 

Die USA wollten durch Kontakte mit Russland und einen direkten Dialog mit Damaskus für mehr Sicherheit ihres Sonderkontingents in Syrien sorgen, kündigte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Montagabend an. Den bestehenden Informationskanal nach Moskau bezeichnete Cook als „effektiv“.

 

„Wir werden diesen Kanal weiter nutzen. Wir sind aber auch bereit, die syrische Seite direkt zu kontaktieren, um Zwischenfälle zu vermeiden.“

 

Zugleich warnte der Pentagon-Sprecher die syrischen Luftstreitkräfte vor Angriffen in den Regionen, in denen die USA und ihre Partner operieren.

 

„Es wäre klug vom syrischen Regime, die Gebiete zu meiden, in denen die Koalition agiert.“

 

Die USA würden bei Bedarf Kampfjets entsenden, um die Koalitionskräfte vor Ort zu schützen.

 

Die syrische Luftwaffe hatte in der vergangenen Woche Kurdengebiete im Nordosten des Landes bombardiert. Der seit fünf Jahren erste Angriff erfolgte, nachdem die Kurden Stellungen der Regierungstruppen aus Minenwerfern beschossen hatten.

 

Die USA schickten Kampfjets, um amerikanische Spezialkräfte zu schützen, die sich nahe dem Angriffsgebiet der syrischen Luftwaffe befanden. Weil die syrischen Su-24-Bomber den genannten Raum noch vor Ankunft der US-Flieger verlassen hatten, kam es damals nicht zu einem Zusammenstoß zwischen den USA und Syrien.

 

Daraufhin schlug das russische Verteidigungsministerium nach Angaben der Tageszeitung „Iswestija“ Damaskus und Washington vor, einen Mechanismus zur Verhinderung bewaffneter Zwischenfälle am syrischen Himmel zu vereinbaren.