Damaskus hat den Einmarsch türkischer Kräfte in Syrien als Verletzung der Souveränität des Landes verurteilt, meldet die Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf das Außenministerium Syriens.

 

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Laut einer Erklärung der Behörde hat die syrische Führung von der Uno gefordert, Maßnahmen gegen die Verletzung der Souveränität Syriens durch die türkische Armee zu ergreifen.

 

„Syrien verurteilt das Überqueren der Grenze durch Panzer bzw. gepanzerte Fahrzeuge der Türkei, die von der US-Koalition aus der Luft unterstützt werden, in Richtung der Stadt Dscharablus und erachtet dies als grobe Verletzung der Souveränität“, so das Außenministerium.

 

„Das, was in Dscharablus vor sich geht, ist kein Kampf gegen den Terrorismus, wie die Türkei behauptet. In diesem Zusammenhang fordert Syrien von der Uno, diese Aggression zu stoppen, entsprechend dem Gesetz zu handeln und die Unabhängigkeit und Integrität des Staates zu achten“, so die Erklärung. Das syrische Außenministerium unterstreicht, dass der Kampf gegen den Terrorismus in Syrien nur in Koordination mit den Behörden des Landes geführt werden muss.

 

Die türkische Armee hatte am Mittwoch früh mit Unterstützung von Flugzeugen der internationalen Koalition eine Militäroperation zur Befreiung von Dscharablus von der Terrorgruppierung „Islamischer Staat“ gestartet. Türkische Kampfjets flogen Angriffe gegen IS-Objekte.

 

Wie türkische Medien zuvor unter Berufung auf militärische Quellen berichtet hatten, handelt es sich um keine Bodenoperation in Syrien. Das Ziel der türkischen und der Koalitionskräfte sei es, einen Korridor für die Kräfte der gemäßigten Opposition einzurichten, damit diese Dscharablus von den Terroristen befreien könnten, hieß es.

 

Indes hat die Nationale Koalition der Oppositions- und Revolutionskräfte Syriens das Vorgehen des türkischen Militärs in Syrien begrüßt.