Aus Sicht des iranischen Vizeaußenministers für den afrikanischen und arabischen Raum, Hossein Amir Abdollahian, ist es offensichtlich, dass die USA hinter dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei stehen, berichtet Sputniknews.

 

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„Für mich ist klar, dass die Amerikaner hinter der Organisation des gescheiterten Putsches standen. Flüge der US-Bomber von dem Militärstützpunk Incirlik aus, mit dem genauen Ziel, sich in die innere Angelegenheiten der Türkei einzumischen, sind unzulässig“, so Abdollahian.

 

Der Minister glaubt nach eigenen Angaben nicht daran, dass Washington davon nicht gewusst hätte.

 

„Aus diesem und anderen Gründen reagierte der Iran auf das Geschehen von der Nacht auf den 16. Juli unverzüglich und unterstützte den legitimen Präsidenten des Landes, Erdogan“, so der Politiker.

 

Teheran habe Erdogan in erster Linie wegen dessen Legitimität unterstützt. Ebenso will es der Iran auch im Falle des syrischen Präsidenten Baschar Assad gehandhabt haben. Nun mache sich Erdogan laut Abdollahian auf den Weg der Revision der Außenbeziehungen des Landes mit den USA.

 

„In Anbetracht der gescheiterten rechtswidrigen Plänen der USA, den legitimen Präsident der Türkei zu stürzen, revidieren Erdogan und das Team seiner Gleichgesinnten natürlich die Außenpolitik des Landes und unternahmen dazu die notwendigen Schritte“, so der iranische Vizeaußenminister.

 

Diese betreffe vor allem die politische Zukunft Syriens. Der iranische Politiker glaubt daran, dass „die Türkei, als einer der wichtigsten regionalen Spieler, nun in der Lage sein wird, eine konstruktive Rolle im Kampf gegen den Terrorismus in Syrien zu spielen und die innenpolitische Situation im Land zu stabilisieren“.

 

Die ersten Schritte dazu seien bereits gemacht worden. Als Beispiel nannte Abdollahian das Treffen zwischen Erdogan und Putin in Moskau, sowie das darauffolgende Treffen auf Außenministerniveau des Irans und der Türkei.