Moskau und Washington haben sich über eine Kontaktaufnahme der russischen und US-Militärs in Syrien verständigt, wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei der Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen John Kerry nach den Verhandlungen in Genf mitteilte. Demnach ist auch ein gemeinsames Syrien-Abkommen geplant.

 

„Wir haben heute vereinbart, unsere bilateralen Kontakte zu intensivieren, die in den vergangenen Wochen eher etwas durchhingen und erstarrt waren“, so Lawrow. „Ich meine dabei die alltäglichen Kontakte zwischen unseren Unterhändlern in Genf sowie zwischen der  Leitung der russischen Basis in Hmeimim und dem US-Kommando in Amman in Jordanien.“

 

Außerdem seien bedeutende Schritte zu einer erneuten Feuerpause besprochen worden.

 

„Wir sprechen allerdings nicht davon, dass jemand die Flüge einstellen sollte. Die Rede ist davon, dass die Luftwaffe, die im syrischen Himmel agiert, effektiv gegen den IS und die Al-Nusra-Front kämpft“, betonte er. Bislang sei diese Frage mit den US-Partnern zwar noch nicht vollends koordiniert worden, aber man arbeite bereits daran.

 

Die USA hätten Moskau ihrerseits bereits eine Liste derjenigen Organisationen bereitgestellt, die sich über die US-Koalition dem Waffenstillstand angeschlossen hätten. Darüber hinaus wollten Moskau und Washington demnächst ein gemeinsames Syrien-Papier vorlegen. Dafür müssten nur noch „ganz wenig“ Fragen geklärt werden, fügte Lawrow zuversichtlich hinzu.