Die niederländische Partei «für die Freiheit» (die momentan noch Drittstärkste, aber nach jüngsten Umfragen schon tendenziell die zweite und unter Beibehaltung der bestehenden Trends ist nicht auszuschließen, dass sie auch zur ersten politischen Kraft im Lande wird) bereitet das Projekt für ein Referendum, ähnlich Brexit vor. Dabei ist auffällig, dass (gemäß dem Führer «der Freiheit» Geert Wilders) im Falle eines Austritts des Landes aus der europäischen Union den Haag die Absicht hätte, in erster Linie die Beziehungen mit Moskau wiederherzustellen und sich von den antirussischen Sanktionen zu distanzieren.

 

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Aus einem Interview mit Wilders für die russischen «Iswestija»:

 

«Der Wohlstand unseres Landes hängt ab von der Selbständigkeit und der Möglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen. Die Ereignisse der letzten Monate haben gezeigt, dass wir noch schneller als geplant ein Referendum über die Mitgliedschaft in der EU durchziehen sollten. Brüssel darf uns nicht mehr diktieren können, mit wem und wie wir es in den wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu tun haben sollen. Die Wiederherstellung der Beziehungen mit Russland ist eine vorrangige Ausrichtung für ein traditionell wirtschaftsorientiertes Land, was die Niederlande immer war. Trotz der seit vielen Jahrhunderten bestehenden europäischen Konflikte profitiert unser Land von der gegenseitigen Zusammenarbeit. Und heute ist die Aufhebung der antirussischen Sanktionen eine notwendige Voraussetzung für unsere sichere Zukunft.»

 

Was ist hier am interessantesten?

 

Die Niederländische Partei «für die Freiheit» kann unter keinen Umständen ideologisch als eine «pro-russische» genannt werden. Das ist eine nationalistische, rechtspopulistische und euroskeptische Partei, die die Interessen der «alten Bourgeoisie» und der «weißen Mittelschicht» des Königreichs der Niederlande verfolgt.

 

Darüber hinaus ist es äußerst schwierig zu vermuten, dass Russland bei allen Schwierigkeiten in den Beziehungen mit Brüssel eine «antieuropäische Politik» betriebe. Enge wirtschaftliche Beziehungen mit der EU, eines von Russlands wichtigsten Handelspartnern sind beiderseitig von Vorteil. Euroskeptiker, nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich, sehen fast ausnahmslos immer häufiger in der Russischen Föderation einen Verbündeten. Das ist kein «Zufall», oder, wie es die heutigen Angelsachsen gerne zu erklären versuchen , sind keine «Machenschaften des russischen Geheimdienstes und Wladimir Putins persönlich».

 

Russland mit seiner Verneinung im Zuge der «Globalisierung» jemand anderem irgend so etwas wie z.B. «einzigartige westliche Werte», aufzuzwingen, wie dies innerhalb des «Globalistischen Atlantik-Projektes» geschieht, wird für die rechten Konservativen rein objektiv zu einem «objektiven Verbündeten». Einfach weil der aufwachende Riese vor und hinter dem Ural es ehrlich meint und seine Weigerung kundtut, sich in innere Angelegenheiten anderer Ländern einzumischen.

 

Im «Russischen Modell» gibt es einfach keine deklarierten Interessen innerhalb anderer souveräner Staaten, keine bunt-revolutionären Regime-Changes und erst recht keinen bombenden Ideologie-Export. Denn die Anerkennung solcher Interessen Andere umzustülpen, schwächte automatisch die innere Entwicklung der Russischen Föderation.

 

Die Russische Föderation realisiert ein Modell in der es unmöglich ist zu tönen: «der Feind meines Feindes ist mein Freund», wie zum Beispiel jetzt in Syrien ausgezeichnet zu sehen ist, wo es reicht zu sagen: «ich bin der Feind von Assad», und man dadurch für die USA automatisch vom Terroristen zum Freiheitskämpfer mutiert. Trotz der Tatsache, dass an deinen Händen das Blut nicht nur der Syrer, sondern auch das der Europäer und selbst von Amerikanern klebt. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Die US-Globalisten haben den libyschen Dschihadisten sogar den Mord an ihrem eigenen Botschafter «vergeben und verziehen». Leider ist das derzeitige Washingtoner Establishment nicht wirklich «pro-amerikanisch». Es ist «supranational». Es handelt nicht im Interesse der Länder und Völker, sondern im Interesse der «globalen Finanz-Elite».

 

Deshalb wird jede Europäische «Rechte Bewegung» per Definition zu einer pro-russischen und es ist notwendig, das nicht nur als Ausnahme zu verstehen, sondern uns daran als gewöhnlich und logisch zwingend zu gewöhnen.

 

Von Dmitrij Lekuh, Quelle: www.nalin.ru, Übersetzung: fit4Russland