Die Küstenwache Italiens hat am Montag 6.500 Flüchtlinge aus Libyen vor dem Ertrinken im Mittelmeer retten können, wie die Agentur France Press meldet.

 

Demnach gab es 40 koordinierte Rettungsoperationen, um den Schutzsuchenden vor Libyen zu Hilfe zu kommen. Daran seien Schiffe der italienischen Küstenwache und Marine sowie der europäischen Grenzschutzagentur Frontex beteiligt gewesen. Es sei der bisher größte Einsatz des Jahres gewesen, berichten Medien.

 

Die Zahl der seit Jahresbeginn über das Mittelmeer in Italien ankommenden Flüchtlinge soll Medienberichten zufolge bald 110.000 übersteigen. Im selben Zeitraum des Vorjahres seien es 116.000 gewesen, heißt es. Nahezu alle Geretteten stammen offenbar aus afrikanischen Staaten.

 

Wegen des Sommerwetters und der relativ ruhigen See wagen viele Flüchtlinge jetzt in der Hoffnung auf ein besseres Leben die Überfahrt übers Mittelmeer. Die Behörden und Frontex stellten sich bereits auf weitere Rettungseinsätze ein.

 

Nach Angaben der Uno sollen in diesem Jahr bereits mindestens 3100 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer ums Leben gekommen sein. Laut einer Studie der Internationalen Organisation für Migration (IOM) soll in diesem Jahr schon jeder 85. Migrant bei der Überfahrt über das Mittelmeer den Tod gefunden haben.