In der Kreisstadt Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) wurde eine Moschee von Islam-Gegnern zugemauert. Die Polizei ermittelt nun, nachdem in der Nacht zum Freitag die Eingangstür zur Moschee mit Ziegelsteinen zugemauert wurde. Zudem wurden die Ziegelsteine mit Zitaten Erdogans sowie mit islamfeindlichen Sprüchen versehen.

 

Nachdem bislang Unbekannte in Mecklenburg-Vorpommern ein ehemaliges Trafo-Haus zugemauert haben, das heute als Moschee für muslimische Mitbürger dient, sind viele Muslime verängstigt. In der Nacht zum Freitag wurde der Eingang mit Ziegelsteinen und mit fremdenfeindliche Sprüchen versehen, wonach es sich wohl um eine politisch motivierte Tat aus dem extremistischen Milleu handelt.

 


 

Polizei und Verfassungsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen. Noch bevor die Polizei den Tatort besichtigen konnten, hatten Angehörige der muslimischen Gemeinde die Mauer eingerissen. Laut einem Focus-Bericht wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt und der Staatsschutz prüft zudem ob der Tatbestand der Volksverhetzung ebenfalls gegeben ist. Weiter berichtet das Münchner Portal, dass die Anfeindungen gegen Flüchtlinge und Ausländer im Nordosten Deutschlands zugenommen haben.
 
Am kommenden Sonntag findet in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahlen statt. Umfragen zufolge könnte die AfD die CDU überholen. Die Linkspartei hingegen rutscht in diversen Umfragen immer weiter ab. Die SPD hingegen kann ihren Spitzenplatz hingegen weiter verteidigen.
 
Von Christian Lehmann