Im kosovarischen Parlament zeichnen sich Unruhen ab. Das Parlament der „selbsternannten Republik Kosovo“ wird in wenigen Stunden über die Abgrenzung der Grenze zu Montenegro abstimmen, welche die Unzufriedenheit unter den Oppositionsparteien und nationalistischen Kreisen der albanischen Bevölkerung verursacht hatte.

 

 

 

In Pristina und anderen Großstädten finden massive Protesten mit der Forderung statt, gegen das Abkommen abzustimmen, weil, wie es Gegner des Dokuments glauben, dann Montenegro ein paar Quadratkilometer mehr umstrittenes Gebiet erhalte.

 

Zuvor hat «die Armee des albanischen Volkes» ein Video veröffentlicht, in dem sie Montenegro mit Krieg droht, im Falle der Ratifizierung des Abkommens. Die Medien Montenegros berichteten heute über nächtliche Schießereien an der Grenze.

 

Der Journalist vor Ort, Sergej Belous, unter Berufung auf die albanischen Kollegen, schreibt: Wenn die Entscheidung über die Abgrenzung allerdings akzeptiert werde, sind die Folgen unvorhersehbar. Chaos könne dann ausbrechen.

 

Die Abgrenzung des Kosovo-Montenegro Grenze ist eine der Voraussetzungen für die Mitgliedschaft Montenegros in der NATO, welche trotz der Massenproteste der Bürger in vollem Gange ist. Die Anerkennung der Unabhängigkeit «des Kosovo» seitens offiziellen Podgorica, welche zur Eskalation der aktuellen Situation in der Region geführt hatte, ist eine der wichtigsten Gründe für die Unzufriedenheit der Bürger Montenegros an der Außenpolitik der Regierung.