Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat im Rahmen des G20-Gipfels zusätzliche Gespräche mit den Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Barack Obama, zur Erörterung der Lage im Norden Syriens geführt, wie der Pressesprecher des türkischen Staatschefs, Ibrahim Kalin, gegenüber dem TV-Sender NTV am Dienstag erklärte.

 

„Nach den bilateralen Treffen mit den Staatschefs der USA und Russlands hatte Erdogan  noch eine weitere Begegnung mit ihnen … Ankara hat hinsichtlich der Liquidierung der terroristischen Bedrohung im grenznahen Raum der Türkei eine volle Unterstützung erhalten. Jetzt muss diese Zone erweitert werden. Deshalb bewegen sich die Kräfte der Opposition in das Landesinnere Syriens, wobei sie neue Territorien befreien“, teilte Kalin dem TV-Sender mit.

 
Wie er ferner sagte, bedroht die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) jetzt nicht mehr die Grenzen der Türkei, da der 90 Kilometer lange Abschnitt entlang der türkisch-syrischen Grenze, den früher der IS kontrollierte, jetzt von den Terroristen gesäubert ist.

 

Zuvor hatte Kalin erklärt, dass die Operation „Schutzschild Euphrat“ der türkischen Streitkräfte gegen den IS im Norden Syriens weder von Seiten Russlands noch der USA auf Ablehnung gestoßen sei. Er erwähnte auch Erdogans Vorschlag an die Staatschefs Russlands und der Vereinigten Staaten, im Raum der syrischen Stadt Aleppo die 48-stündige Waffenruhe möglichst bis zum muslimischen Opferfest Kurban-Bayrami zu verlängern, das am 12. September beginnt.
 
Die Armee der Türkei startete am 24. August ihre Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen den IS. Mit Unterstützung der syrischen Opposition hat sie die grenznahe Stadt Dscharabulus im Norden Syriens von den Terroristen befreit.