Der russische Konzern Gazprom hat nach eigenen Angaben über diplomatische Kanäle die Erstgenehmigung der türkischen Behörden für die praktische Umsetzung des Projektes Turkish Stream eingeholt, nachdem die Wiederaufnahme der Arbeiten für das Pipeline-Projekt in diesem Jahr beschlossen worden war. Das Projekt geht nun in die praktische Phase.

 

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Der Vorstandsvorsitzende des russischen Konzerns Gazprom, Alexej Miller, und der türkische Energieminister Berat Albayrak hatten sich in der Vorwoche darauf geeinigt, alle Vorbereitungen für den Bau der Pipeline baldigst abzuschließen.

 

„Die Erstgenehmigung ist eine positive Nachricht für Gazprom. Dieser Schritt der türkischen Seite widerspiegelt das Interesse der türkischen Regierung am Projekt Turkish Stream und zeugt vom Übergang zu seiner praktischen Umsetzung“, wird Miller in der Gazprom-Mitteilung zitiert.

 

Das Projekt sieht die Verlegung einer Gaspipeline von Russland über den Grund des Schwarzen Meeres in die Türkei vor. 600 Kilometer der Pipeline werden über die im Dezember 2014 annullierte Route von South Stream verlaufen. Die darauffolgenden 250 Kilometer der Rohrleitung sollen über eine neue Route in Richtung des europäischen Teils der Türkei führen. Der erste Strang der Pipeline soll zur Gänze für den türkischen Markt bestimmt sein.