Der ukrainische Ministerpräsident Wolodymyr Hrojsman hat in seiner Rede beim Wirtschaftsforum in Polen angekündigt, dass die Ukraine bei ihrem EU-Kurs bleiben wird.

 

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„Unser Kurs bleibt unverändert bestehen, obwohl die EU heute vor vielen Herausforderungen steht“, sagte Hrojsman.

 

Aber Herausforderungen stehen nicht nur der EU vor, welche meisten mit der Flüchtlingswelle verbunden sind, sondern vor der Ukraine selbst.

 


 
Gestern erschien im Internet ein Video des Mordes von ukrainischen Faschisten und Neonazisten Vitaliy Regor, das eine Überwachungskamera aufgenommen hatte. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Unbekannte an Vitaliy Regor vorbei ging, aber dann sich zu ihm gedreht hat, und ein Paar Mal sein Opfer ins Bauch gestochen.

 

 
Dem Täter gelinge es zu flohen. Ob Vitaliy Regor überlebte, ist noch nicht bekannt.

 

Interessant sind die Hintergründige dieses Angriffes, denn der betroffene Vitaliy Regor der extreme Patriot der Ukraine und Neonazi ist. Vor fast fünf Monaten, am 9. Mai bei der Aktion «Unsterbliches Regiment» in Kiew, hat Vitaliy Regor das brave Mädchen und ihre Mutter wegen dem St. George Bändchen angegriffen. Einigen Augenzeugen zufolge wurde dem Mädchen und ihren Mutter zusammen mit Stück Kleidung die Symbole des Sieges zerrissen, man versprach auch sie zu knacken, wenn sie die Bänder wieder anbinden. Es geschah in den Augen der Polizei und inaktiven Menschen in Kiew.

 

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Das, dass gar nicht viele einfache Ukrainer die radikale nationalistischen und umso mehr neonazistische Ideen unterstützen ist wohl bekannt. Aber sei schwer zu vorstellen, dass einfache Einwohner sich ein Mord unternehmen werden, nur weil sie den EU-Kurs der Ukraine nicht unterstützen und solche Miststücke wie Vitaliy Regor einfach auf der Straße angreifen. Möglich wäre auch ein Fememord? Das könnte man nur vermuten.
 

Aber bekannt ist, dass es nicht das erste Mal, dass solche Radikale Ukrainer nach deren Nutzung einfach ermordet wurden. Es geschah auch mit dem Olexandr Musytschko (auch als Saschko Bilyj bekannt), der während der Geschehnissen, die dem Regimewechsel in der Ukraine bevorstanden, im „Rechten Sektor“ sehr aktiv war. Und danach – ermordet.

 

 

Schießerei Kiew

 

Viele Fragen werfen auch die regelmäßigen Unruhen in Kiew, in Odessa oder in der Westukraine. Der neuste von solchen war gestrige Massenschlägerei und Schießerei, sogar Granatenwerfer, in Bezirk Swjatoschenskij in Kiew. Es war ein Konflikt mit einem Bauherren.

 

 
Die lokale Polizei hat ihre Hände in den Schoß gelegt. Es wurde die Nationalgarde gerufen, was zu Stabilisierung der Lage führte. Der Widerstand von Anwohner und Kämpfer der Strafbataillone auf einer Seite, und den Bauarbeiter auf der anderen Seite ist noch nicht beendet.

 

 

Schießerei und Geiselnahme im Hotel in Odessa

 

In Odessa geschah gestern auch eine Szene. Etwa um zehn Uhr abends ist eine Bande von Unbekannten ins Hotel „Villa le Premier“ in der Umgebung 9-ten Station der Großen Fountain in Odessa eingedrungen, meldet der lokale Sender«7kanal»von der Stadt Odessa. Die Angreifer haben sich im Inneren des Gebäudes verbarrikadiert und und Geiseln genommen.

 

 

Westukraine: Das OSZE-Auto ins Brand gesetzt

 

In der Westukraine wurde gestern das OSZE-Auto ins Brand gesteckt. Der Vorfall geschah in der Stadt Iwanofrankowsk, vor dem OSZE-Büro. Der Unbekannte warf auf das OSZE-Auto ein Paket, steckte es in Brand, und lief weg.

 

 

Nur diese gestrigen Fälle regen zum Denken an, ob die Visaerleichterung für Ukrainer überhaupt in Frage stehen könne.

 

„Ich bin tief überzeugt, dass die Gefahren und Herausforderungen, vor denen die EU steht, sie stärker machen werden», so der ukrainische Ministerpräsident Wolodymyr Hrojsman.

 

Aber ob die deutsche Bevölkerung davon profitieren könnte – das ist fraglich.

 

Von Anastasia Shkitina