Die Ermittlungsbehörde der Russischen Föderation hat noch zwei Strafverfahren über den Konflikt im Osten der Ukraine eingeleitet — über den Völkermord an der russischsprachigen Bevölkerung und über die verbotene Methoden der Kriegsführung, teilte der Sprecher der russischen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, mit. Darüber berichtete die Agentur «Interfax».

 

poltorak700

 

Wie Markin der Agentur «Interfax» am Donnerstag erklärte, sah der russische Ermittler die Anzeichen für eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch entsprechend dem Artikel «Die Verwendung von verbotenen Mittel und Methoden der Kriegsführung», in der der Kommandeur der 14. separaten mechanisierte Brigade der Streitkräften der Ukraine, Oberst Alexander Zhakun, verdächtigt wurde.

 

«Es wurde auch ein Strafverfahren auf der Tatsache des Völkermords an den nationalen Gruppe der russischsprachigen Menschen, darunter auch Minderjährige, eröffnet, welche im Gebiet der selbsternannten Volksrepublik Donezk den Wohnsitz haben», sagte Markin.

 

Nach Angaben der Ermittlung hatte Alexander Zhakun den Beschuss mit schweren Waffen auf den Kontrollpunkt «Elenovka» von der Donezk Volksrepublik im April 2016 organisiert, der für den Durchgang von Zivilisten und Fahrzeuge bestimmt war.

 

«Infolge des Beschusses wurden vier Autos teilweise beschädigt, vier Menschen getötet und sieben Menschen erlitten die nachhaltige Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades», sagte der Sprecher der russischen Ermittlungsbehörde.

 

Die Beteiligte von zweiten Verfahren sind ehemalige und aktuelle Beamten des Verteidigungsministeriums und der Nationalgarde der Ukraine.

 

«Zu denen gehören der Verteidigungsminister Stepan Poltorak, Stabschef des Ministeriums für Verteidigung der Ukraine Wiktor Muschenko, ehemaliger Befehlshaber der Landstreitkräfte, Anatoli Pushnyakov, der aktuelle Kommandant der Landstreitkräfte, Sergei Popko, der Kommandant der Nationalgarde,Yuri Aller», so der Sprecher.

 

Wie es die Ermittlungsbehörde der Russischen Föderation feststellte, haben „alle diese Personen von Januar bis August 2016 die verbrecherischen Befehle an den Untergebenen aus den Mitgliedern der Streitkräfte der Ukraine und der ukrainischen Nationalgarde gegeben — für den Einsatz von schweren Waffen, welche eine hohe erstaunliche Wirkungskraft haben, sowohl für die Zerstörung der zivilen Infrastruktur, Siedlungen der selbsternannten Donezk Republik, als auch für die vollständige oder teilweise Zerstörung der nationalen Gruppe der russischsprachigen Menschen, unter anderem Jugendlichen.»

 

„Als Ergebnis dieser kriminellen Handlungen kamen mindestens neun Menschen ums Leben, mindestens 110 Menschen wurden verletzt, darunter neun Kinder und Jugendlichen, mindestens 279 Häuser und Infrastruktur wurde teilweise oder vollständig zerstört“, so Markin.

 

Die Ermittlungsbehörde führt das Gesamtstrafverfahren über die besonders schwere Verbrechen von Vertretern der Sicherheitskreise der Ukraine in Donbass gegen den Frieden und die Sicherheit der Bewohner der Ukraine weiter fort.