Wegen ihrer „Gedenkpolitik“ verliert die Ukraine ihre besten Freunde, sagte der deutsche Politologe Andreas Umland, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Euroatlantische Kooperation in Kiew, in einem Interview für den ukrainischen Fernsehsender 112.

 

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„Die falsche Kursrichtung nach dem Euro-Maidan ist die Gedenkpolitik. Sie wird jetzt in einer Weise gestaltet, dass die Organisation der ukrainischen Nationalisten unter anderem als ein gewisses Vorbild des ukrainischen Patriotismus und des ukrainischen nationalen Selbstbewusstseins präsentiert wird“, so der Politologe.

 

Dies schaffe große Probleme in den außenpolitischen Beziehungen, so Umland.

 

„Der Nationalismus, zu dem sich (Stepan) Bandera und (Roman) Schuchewitsch bekannten, war west- und europafeindlich, antisemitisch und polenfeindlich. Aus diesem Grund passt er nicht zum Prozess der europäischen Integration der Ukraine. Dies schafft Probleme mit den Partnern der Ukraine im Westen – Polen und Deutschland“, so Umland.

 

Ihm zufolge gibt es auch innere Probleme, denn der Nationalismus finde nicht in der gesamten ukrainischen Bevölkerung Unterstützung.