Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) das Freihandelsabkommen TIPP verteidigt. Damit grenzt sie sich von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ab.

 

„Ich bin dafür, dass wir das Ende der Verhandlungen abwarten und dann eine Bewertung vornehmen“, sagte Merkel gegenüber dem Blatt.

 

Die Bundeskanzlerin merkte dabei an, in vielen Mitgliedstaaten der EU gebe es eine hohe Arbeitslosigkeit. „Daher sollten wir alles, was Arbeitsplätze schaffen kann, unterstützen. Das Freihandelsabkommen gehört dazu“, gab sie an. Dies wisse auch der US-Präsident Barack Obama, mit dem Merkel beim G20-Gipfel in China gesprochen hatte.

 

Mit der TTIP-Unterstützung grenzt Merkel sich von SPD-Chef Sigmar Gabriel ab, der das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen für „de facto gescheitert“ erklärt hatte. Der Wirtschaftsminister setzt sich allerdings weiterhin für das Abkommen Ceta zwischen der EU und Kanada ein.

 

Quelle: Sputniknews