Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Ukraine hat eine Protestnote nach Moskau geschickt, in der man sich über den Besuch des russischen Verteidigungsminister Sergej Shoigu auf der Halbinsel Krim empört. Man sieht in diesem Besuch einen „Akt der Missachtung“, berichten russische Nachrichtenportale.

 

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Wie das russische Nachrichtenportal REN berichtet schickte das Ukrainische Außenministerium eine Protestnote nach Moskau. Darunter ist ein diplomatisches Schreiben zu verstehen, mit den man bei Vertretern einer Regierung Protest eingelegt. Darin betonte Kiew, dass man in Shoigus Besuch auf der Krim einen besonderen Akt der Missachtung der ehemaligen Sowjetrepublik sieht.

 

Bereits im August wurde das Oberhaupt der Streitkräfte der russischen Föderation von den Kiewer Behörden in Abwesenheit verhaftet. Aus Sicht der Kiewer Justiz hat Shoigu einen „Angriff auf die nationale Sicherheit“ verübt. Zugleich ermittelt die russische Justiz gegen den Verteidigungsminister der Ukraine wegen Völkermord im umstrittenen Donbass-Gebiet, berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS auf ihrer Webseite.

 

 

Von Christian Lehmann