Der weißrussische Sportfunktionär, Andrej Fomotschkin, der aus Protest gegen Russlands Ausschluss von den Paralympics zur Eröffnung mit einer russischen Fahne ins Stadion von Rio einmarschierte, bereut seine Aktion eigenen Worten zufolge nicht.

 

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„Ich bedauere meine Tat gar nicht“, zitiert das weißrussische Sportministerium Fomotschkin, dem das Internationale Paralympische Komitee (IPC) später die Akkreditierung entzog.

 

„Der Chef des Internationalen Paralympischen Komitees, Philip Craven, betonte in seiner Rede bei der Eröffnungszeremonie, dass wir alle ein Teil dieser Welt seien. Ich begreife aber nicht, warum die Russen kein Teil der gestarteten Paralympischen Spiele sein sollen.“

 

Fomotschkin sieht seine Aktion gar nicht als eine Heldentat. „Die Helden sind in dieser Situation unsere Sportler, die trotz allem beschlossen haben, ihre Freunde zu unterstützen“, sagte er. „Im Großen und Ganzen sind natürlich alle Paralympiker Helden, die täglich ihre Erkrankungen überwinden und beweisen, dass das Unmögliche möglich ist“.

 

„Persönliche Überzeugungen sind am wichtigsten. Ich verlasse Rio, mein Herz bleibt aber mit unseren Paralympiker“, sagte Fomotschkin.

 

Bei der Eröffnung der Paralympischen Sommerspiele in Rio der Janeiro hat die Delegation Weißrusslands beim Einmarsch ins Stadion Maracana eine russische Flagge getragen. Zuvor hatte das IPC den weißrussischen Athleten, die bei der Eröffnungszeremonie die Flagge Russlands zeigen wollten, mit „bestimmten Strafmaßnahmen“ gedroht. Später entzog das Internationale Paralympische Komitee dem Sportfunktionär Andrej Fomotschkin, der die russische Fahne gehalten hatte, die Akkreditierung.

 

Die Entscheidung, die Sportler aus Russland nicht zu den Paralympics zuzulassen, war aufgrund des sogenannten McLaren-Berichts über das angebliche „staatliche Doping-Programm in Russland» getroffen worden, obwohl die Autoren ihre Theorie mit keinerlei konkreten Beweisen belegten. Die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro finden vom 7. bis 18. September statt.

 

Quelle: Sputniknews