Da die Terrormiliz „Islamischer Staat“ erhebliche Verluste an der Front im Nahen Osten einzustecken hat, ist mit einer verstärkten Rückkehr der „extrem radikalisierten, militärisch geschulten und verrohten“ Dschihadisten zu rechnen, wie der des Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, in einem Interview für „Die Welt“ mitteilte.

 

Nach Angaben des BKA haben rund 6000 radikalisierte Kämpfer aus Europa an dem Krieg in Syrien und im Irak teilgenommen. Ein Drittel von ihnen soll bereits wieder in die Heimatländer zurückgekehrt sein.

 

„Dschihad-Rückkehrer stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Vielfach sind sie extrem radikalisiert, militärisch geschult und durch Kriegs- und Kampferfahrungen verroht“, so Münch.

 

Die zurückgekehrten Dschichadisten könnten zudem  ein Terrornetzwerk innerhalb Europas gründen.

 

„Dschihadisten lernen sich in Syrien oder im Irak in den Kriegsgebieten kennen und unterhalten enge Kontakte und Beziehungen. So bilden sich islamistische Netzwerke, die die Dschihadisten auch nach ihrer Rückkehr weiter aufrechterhalten“, erklärt der BKA-Präsident.

 

Diese Netzwerkbildung habe „längst Europa erreicht“, was von den Reisebewegungen und Kontakten der Pariser und Brüsseler Attentäter belegt werde. „Nur durch einen schnellen und umfassenden Informationsaustausch, national wie international, können wir Strukturen erkennen und gemeinsam dagegen vorgehen“, fügte er hinzu.

 

Quelle: Sputniknews