Am Montag haben Hunderte polnische Landwirte in Warschau eine Protestaktion veranstaltet, meldet die Agentur PAP. Die Obstbauern fordern Änderungen bei den Russland-Sanktionen, sodass ein Export wieder ermöglicht oder zumindest die davor versprochenen Entschädigungsgelder ausgezahlt werden.

 


 
Laut dem Präsidenten des Verbandes der Polnischen Obsterzeuger (PSL), Miroslaw Maliszewski, ist der Einkaufspreis der Äpfel mittlerweile niedriger als der Selbstkostenpreis. Grund dafür sei das Exportverbot nach Russland.

 

„Wir kämpfen um unser Überleben“, so der PSL-Chef.

 
​Die Demonstranten sind mit Plakaten auf die Straßen der polnischen Hauptstadt gezogen, auf denen zu lesen ist: „Gartenarbeit statt Embargo“, „Regierung Polens = Impotenz, Inkompetenz, Chaos, Farce“, „Respekt vor der Arbeit des Gärtners“.

 


 
Die Protestaktion hat beim Präsidentenpalast Belvedere begonnen, die Bauern rechnen jedoch damit, ihre Forderungen heute noch vor der Premierminister-Kanzlei, dem Außenamt, dem Ministerium für Inlandsentwicklung, dem Finanzministerium sowie der EU-Vertretung auszusprechen.