Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat die Alternative für Deutschland teils zweistellige Ergebnisse erreicht, meldet dpa. Die stärkste Kraft ist die CDU geblieben, die SPD gab jedoch etwas nach.

 

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Die Christdemokraten liegen nach jüngsten Angaben der Landeswahlleitung in Landkreisen und kreisfreien Städten mit 34,4 Prozent vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,8), der FDP (4,8) und der Linken (3,3). Die Wahlbeteiligung lag bei 55,5 Prozent und war damit höher als noch 2011.

 

Seit Anfang der 1980er Jahre ist die CDU immer als stärkste Kraft aus Kommunalwahlen hervorgegangen.

Niedersachsens SPD-Chef und Ministerpräsident Stephan Weil sagte im NDR-Fernsehen, in der Auseinandersetzung mit der AfD gelte es, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Aus der Landtagswahl am 4. September in Mecklenburg- Vorpommern war die SPD mit 30,6 Prozent als stärkste Kraft hervorgegangen.

 

Laut den von der Landeswahlleiterin in der Nacht veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen landete die AfD mit 20,8 Prozent auf Platz zwei, vor der CDU, die auf 19 Prozent abrutschte. Nicht mehr im Landtag vertreten sind die Grünen mit 4,8 Prozent und die NPD mit 3,0 Prozent. Die FDP (3,0 Prozent) ist ebenfalls an der Fünf-Prozent-Hürde  gescheitert.

 

Im neuen Landtag erhält die SPD 26 Sitze, die AfD 18, die CDU 16 und die Linkspartei elf. Im Vergleich zur letzten Wahl vor fünf Jahren haben alle bislang im Landtag vertretenen Parteien Stimmenanteile verloren. Die Wahlbeteiligung lag im Vergleich zum Jahr 2011 um 10,1 Prozentpunkte höher und lag bei 61,6 Prozent.

 
Quelle: Sputniknews