Eine Gruppe Minderjähriger ist in der selbsternannten Volksrepublik Donezk festgenommen worden, teilt das Ministerium für Staatssicherheit der Republik mit. Diese stehen unter dem Verdacht, Anschläge im Auftrag der ukrainischen Geheimdienste verübt zu haben.

 

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„Das Ministerium für Staatssicherheit der Volksrepublik Donezk hat ein Agenten-Netzwerk der ukrainischen Geheimdienste aufgedeckt und die Tätigkeit einer Sabotagegruppe auf dem Territorium der Republik unterbunden“, zitiert die Nachrichtenagentur Donezk die Mitteilung des Ministeriums.

 

Der Mitteilung zufolge gehörten sieben Minderjährige zu der Gruppe. Die ukrainischen Geheimdienste sollen diese zuerst mit Geld angelockt haben – die Belohnung soll bei mehr als 5.000 Hrywna (etwa 166 Euro) gelegen haben. Danach habe man die Minderjährigen mit Bestrafungen für bereits begangene Taten eingeschüchtert.

 

Es sei festgestellt worden, dass die Gruppe von Minderjährigen im Zeitraum von Mai 2015 bis Juni 2016 Autos von Zivilisten, einen gepanzerten Truppentransporter, einen Polizei-Dienstwagen und weitere Militärobjekte gesprengt hatte.

 

Zurzeit laufen dem Ministerium zufolge Ermittlungen, um alle Mitglieder der Gruppe zu identifizieren. Zudem habe das Ministerium internationale Organisationen dazu aufgerufen, ihre Aufmerksamkeit auf Kiews Verwicklung in kriminelle Aktivitäten Minderjähriger zu lenken.