Die Gesundheitsprobleme, wegen denen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die Trauerzeremonie zum 15. Jahrestag der 9/11-Tragödie verlassen musste, könnten ihre Wahlkampagne negativ beeinflussen, schreiben US-Medien.

 

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„The Washington Post“ (WP) zufolge hat der Pressedienst der Kandidatin einen großen Fehler begangen. Die offizielle Erklärung, Clinton sei wegen der Hitze schlecht geworden, folgte erst anderthalb Stunden nach dem Vorfall. Den Journalisten sei es zudem nicht erlaubt worden, Clinton zu folgen.

 

„Ob es Clinton gefällt oder nicht, der Vorfall mit der ‚Überhitzung‘ ist zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt passiert“, schreibt die Zeitung und weist darauf hin, dass die Medien erst vor wenigen Tagen auf Clintons Husten aufmerksam geworden waren.

 

Wenn Clinton früher Fragen über ihre Gesundheit mit einem Scherz abtun konnte, sei das nach dem Vorfall am Sonntag kaum mehr möglich, heißt es in dem WP-Artikel.
 

„In 58 Tagen werden wir eine Person wählen, die das Land vier Jahre lang regieren wird. Und Clinton ist einer der zwei Kandidaten mit realen Gewinnchancen. Deswegen reichen die Erklärungen von Clintons Team über ihre Gesundheit nicht mehr aus. Vernünftige Menschen können und werden Fragen über ihre Gesundheit stellen“, so die Zeitung.

 

Fox News schließt nicht aus, dass man nun von Clinton verlangen wird, detaillierte Informationen über ihren Gesundheitszustand zu veröffentlichen. Mit einem derartigen Vorschlag war Ende August der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump aufgetreten.
 
Am Sonntag war Clinton bei einer Trauerzeremonie zum 15. Jahrestag der 9/11-Tragödie in New York in Ohnmacht gefallen und musste die Veranstaltung vorzeitig verlassen. Ihr Wahlkampfteam teilte danach mit, bei der Präsidentschaftsbewerberin sei bereits am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden. Sie leide zudem unter Husten, der auf eine Allergie zurückzuführen sei.