Rund 200 US-Soldaten sind in Lettland eingetroffen, um auf der Militärbasis in Adazi an der Luftlandeübung Bayonet Strike teilzunehmen, wie der Pressedienst des lettischen Verteidigungsministeriums am Montag mitteilt.

 

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Es geht um Soldaten der 173. Luftlandebrigade der US-Armee. Das Absetzen von Fallschirmjägern erfolgte von Kampfjets C-17 und C-130 aus.

 

Die Präsenz der 173. US-Luftlandebrigade würde die technischen Möglichkeiten der leichten Infanterie festigen sowie die Kompatibilität verbessern, heißt es.

 

„Die Fähigkeit, Fallschirmjäger in ein Bündnisland zu entsenden, zeigt die Bereitschaft, in Krisensituationen schnell zu reagieren, die Kräfte in ganz Europa zu verlegen. Die Zusammenarbeit mit den Verbündeten verbessert die Fähigkeit, Luftlandetruppen schnell zu verlegen und die Kampffähigkeit an denjenigen Orten, wo es nötig ist, zu verstärken“, so die Behörde.

 

Die US-Soldaten halten sich in Lettland nach dem Rotationsprinzip, im Rahmen der Operation „Atlantic Resolve“ („Atlantische Entschlossenheit“) auf, die seit April 2016 „zur Verstärkung der Ostflanke der Nato“ durchgeführt wird.

 

Adazi ist ein Ort und Distriktzentrum in Lettland etwa 25 Kilometer nördlich der Hauptstadt Riga.

 

Beim jüngsten Nato-Gipfel in Warschau im Juli war die umfassende Aufrüstung der Ostflanke des Militärbündnisses beschlossen worden. Die Nato will schon 2017 gleich vier multinationale Bataillone in den baltischen Staaten und in Polen stationieren.

 

Laut dem russischen Nato-Botschafter Alexander Gruschko verwandelt die Allianz die osteuropäischen Länder durch diese Entscheidungen in eine Art Aufmarschgebiet gegen Russland. Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow betont, Russland werde sich nicht in Konfrontationen hineinziehen lassen, die ihm von den USA, der Nato und der EU aufgezwungen würden. Russland könne in jedem Fall seine Sicherheit sowie die Sicherheit seiner Bürger gewährleisten.

 

Quelle: Sputniknews