Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei am 16. Juli 2016 werden die Säuberungen in den Reihen der Öffentlichkeit fortgesetzt, welche durch die akkumulierte anti-amerikanische Stimmung unterstützt werden. Die Verstärkung diesen Säuberungen findet mit jedem neuen Tag statt. Washington wird zum echten Dämon für die aktuelle türkische Führung, und für die Menschen des Landes ebenso.

 

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Lügen haben kurze Beine

 

Nach dem Putschversuch am 16. Juli hat ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan extrem frank geworden und hat den USA mit Hilfe den staatlichen Medien die Unterstützung der Organisatoren des Putschversuches vorgeworfen. Seine Vorwürfe hat der türkische Staatschef in den letzten Tagen erhärtet, dafür deutete er auf die Beteiligung der Vereinigten Staaten im Hinblick auf den Putschversuch. Über CIA-Gelder, welche hinter den Ereignissen in der Türkei stehen, haben renommierte türkische Medien geschrieben. Aber jetzt ist es den türkischen Geheimdiensten viel mehr bekannt, als es in den ersten Tagen nach dem Putsch war. Die Namen der amerikanischen Experten, die hinter der Organisation des blutigen Szenarios für die Stürzung des türkischen Führers standen, infolge dessen Dutzende von gewöhnlichen Bürger getötet wurden, sind bereits bekannt.

 

Nun nennt man die US-Aktion in der Türkei selbst, nicht anders als «Dolchstoß in den Rücken», obwohl die USA in den letzten Jahren einen starken Einfluss in der Türkei auf die türkische Spitze hatten. Daher gibt es eine einzige Erklärung für das Vorgehen der Amerikaner: Sie zeugten, dass sie ihren individuellen Spiel im Nahen Osten führen, in dem die Türkei kein Verbündeter ist, sondern eine Handmünze, ein Bereich des Kampfes. Jedoch wie andere Länder in der Region, welche auf die eine oder andere Weise in den US-Plan hingezogen sind.

 

Türkische Zeitungen haben vor ein paar Tagen eine Liste mit Namen von US-Geheimdienstpersonal veröffentlicht, der im Putsch in der Türkei beteiligt war. Nach Angaben der Zeitung „ Aksam“ kamen Coup-Experten am Vorabend der Ereignissen ins Land, zwischen 13. bis 15. Juli, und haben direkt das Vorgehen der Rebellen koordiniert. Zu deren Aufgaben gehörte auch die informationstechnische Unterstützung und die Deckung des Putsches durch Berichterstattung über den Putschversuch in den westlichen und lokalen von den Anhängern des Putsches kontrollierten Medien.

 

Laut der Online-Ausgabe «Zargrad» wurde «die Beteiligung einer Reihe von CIA Personal, welches offiziell zum Mitgliederbestand der US-Auslandsvertretung dazugeschrieben ist,“ bewiesen.

 

Die veröffentlichte Liste enthält ziemlich bekannten Namen. Diese Leute waren in der Türkei sowohl am Tag zuvor als auch in die Stunde “X“ — am 16. Juli. Die Insel Büyükada in der Nähe von Istanbul diente als eine Base für die Unterbringung des Personals und für die Tätigkeit des Koordinierungszentrums, so türkische Quellen. Sie verließen dringend das Land, nach dem vom Scheitern des Putsches genau bekannt war, als die Verhaftung von Rebellen begann.

 

 

In der Liste von deren, die den Putsch organisierten, waren unter anderem:

 

Graham Fuller, ein ehemaliger CIA-Beamter und politischer Analyst, der 20 Jahre im Nahen Osten gearbeitet hat. Er war für die Hilfe verantwortlich, welche die Anhänger von Fethullah Gülen erhalten. Fethullah Gülen ist ein in Ungnade gefallener türkischen Prediger, der in Amerika in Pennsylvania lebt. Mit der Unterstützung von Fuller gelang es dem vor ein paar Jahren aus der Türkei geflüchteten Gülen, einen ständigen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten zu erhalten. Damals haben drei CIA-Mitarbeiter ihre persönlichen Garantien gegeben, unter denen war auch er.

 

Über diesen Mann schrieb der deutsch-amerikanische Journalist und Politische Analyst William Engdahl detailliert im Buch «Heilige Kriege der westlichen Welt.» Ihm zufolge war Graham Fuller kein gewöhnlicher Geheimdienstoffizier und wurde in der Koordination der Aktivitäten der Mudschahedin und anderen Organisationen des politischen Islam aktiv beteiligt.

 

Über das Erstarken des islamischen Terrorismus wird der US-Nachrichtendienst im Übrigen in Verbindung gebracht. Es sollte nach dem Ende der Sowjetunion eine „Stay-Behind- II“-Operation gestartet worden sein, wo man unter dem Deckmantel des Islams Milizen, Söldner und ehemalige Afghanistan-Rebellen rekrutierte, die in ehemaligen Ländern und Republiken der Sowjetunion Krieg führen. Hybride und asymetrische Kriege sollen im Interesse der Westmächte für Unruhen und Chaos sorgen, damit ein Grund zum Intervenieren vorliegt. Auch Fullers Rolle ist dabei zu beachten. Genau er hat vorgeschlagen, die Bewegung «Muslimbruderschaft» und die ähnlichen islamistischen Gruppen als Instrument der amerikanischen Außenpolitik zu verwenden.

 

Im Jahre 1982 wurde Graham Fuller zum Offizier des amerikanischen Nachrichtendienstes ernannt, der für den Nahen Osten und Südasien in der CIA verantwortlich war, wie man aus Wikipedia entnehmen kann. Damals war die Türkei in seinen Verantwortungsbereich geraten. Im Jahr 1986 wurde Fuller bei der CIA stellvertretender Vorsitzender des National Intelligence Council, und 1988, als der Krieg der Mudschaheddin in Afghanistan zu Ende ging, wurde Fuller formell zum Intelligenz analytischen Zentrum von Washingtons Neokonservativen RAND zugeordnet, das mit dem Pentagon und der CIA eng verknüpft ist.

 

Nach einer Vielzahl von Beweisen hat dieser Mann dazu beigetragen, eine Strategie für die Schaffung und Nutzung der Gülen-Bewegung als geopolitische Kraft zu entwickeln, um in die ehemaligen Sowjetunionsländer in Zentralasien durchdringen zu lassen. Genau hier wurde von amerikanischen Journalisten ein Bezug zu den westlichen „Gladio“ beziehungsweise „Stay-behind“-Gruppen hergestellt. Im August berichtete Contra Magazin über diese Verbindungen.

 

Auch das Transparenzportal WikiLeaks veröffentlichte neben den Leaks um Erdogans Partei AKP sämtliche US-Dokumente, die auf eine CIA-Verbindung zu den neuerlichen Aufständen in der Türkei hinweisen.

 

«Die Arbeitsjahre in der RAND Coporation hat Fuller der Studie des islamischen Fundamentalismus in der Türkei, Sudan, Afghanistan, Pakistan und Algerien gewidmet. In seinen Schriften betrachtete er die Fragen des Überlebens Iraks, er schrieb über die post-sowjetische «neue Geopolitik in Zentralasien», wohin Gülen seine Schützlinge für die Schaffung von «Gülen Schulen» und Medressen » verschickte“, schreibt Engdahl in seinem Buch.

 

 

Henri Barkey ist einer der Führer der Sektion Türkei im Bereich der CIA , zuvor war er ein Mitglied der „US State Departments“ für die politische Planung im Nahen und Mittel Osten. Bekannt wurde Barkley für seine Artikel über die Türkei.

 

Helen Laypson, die stellvertretende Leiterin des US National Security Council (NSC), die ehemalige stellvertretende Vorsitzende des National Intelligence Council bei der CIA.

 

Sylvia Theriak, eine politische Analytikerin, welche sich mit dem Israel, Palästina und Armenien befasste.

 

Ahmed Mursi, ein Experte an der Carnegie-Stiftung, ein Kurator für Ägypten und Iran.

 
Ellie Geranmayer, eine Mitarbeiterin der Abteilung für Außenbeziehungen des Europäischen Rates, zuständig für Iran und Saudi-Arabien.
 

Mesud Karokhail, Analyst für den Nahen Osten, ein Experte von einer der internationalen NGOs.
 

Marwa Daudi, Dozent von Zentrum für arabische Studien und der Georgetown University. Autor des Buches «Die Wasserscheide zwischen Syrien, der Türkei und dem Irak» sowie Autor von zahlreichen Publikationen über die «Grausamkeiten» der syrischen Führung.
 

Samir Sumaydaye, der ehemalige US-Botschafter im Irak, zu einer Zeit vertrete er die Opposition gegen Saddam Hussein.

 
Ali Vaez, einer von der Leitern von Woodrow Wilson Center.

 
 
Im besonderen Interesse Interesse

 
Wie es sich jetzt herausstellte, der amerikanische Plan der Nutzung Gülens ist schon lange vom Ende November 2015 vorbereitet worden, umso mehr noch vor dem 16. Juli. Noch im Jahr 2013 auf Antrag der CIA wurde dem Gülen ein politisches Asyl gewährt, dem berühmtesten der islamischen Theologie und Ideologie in der Türkei. Er stand ganz nahm dem Recep Erdogan, sie arbeiteten sogar zusammen. Die soziale Bewegung «Khizmat» hat Gülen für Hilfe und Unterstützung für Erdogan erstellt. Aber die Ereignisse des Frühsommers 2013 in der Türkei haben sie an gegenüberliegenden Seiten der Barrikaden getrennt. Gülen wurde gezwungen, in die Vereinigten Staaten zu fliehen. Aber in der Türkei blieben seine vielen Unterstützer und Anhänger.

 
Unter Gülens Kontrolle befindet sich die größte Teil der türkischen Medien, sowie ranghohe Militärs, in erster Linie in Reihen der türkischen Luftwaffe und der Geheimdienste des Landes. Amerikaner versuchten diese Menschen zur richtigen Zeit beeinflussen, welche Gülen zu Ihrem sehr starken Haken setzten. Außerdem hat die CIA über Überzeugungen und Haltungen des Predigers nicht kümmern. Sie benutzen ihn, sowie seinen politischen Gegner, Recep Tayyip Erdogan, in seinem großen Spiel.
 

Gülen soll nach dem russischen Autor Leonid Savin auch eine Rolle bei den türkischen Demonstrationen und Ausschreitungen im Jahre 2013 gespielt haben. Damals haben Studenten und Bürger gegen die Regierung Erdogans demonstriert. Konkret sprich Sarin in einem Interview Ende 2014 über das „halbgeheime Netzwerk“, das Gülen bereits überzogen hat und es aus seinem Gastland USA steuert. Da auch Russland im Fokus sogenannter Farb-Revolutionen steht, wurden sämtliche Institute und Denkfabriken staatlicher Seite damit beauftragt solche Bestrebungen in anderen Ländern genau zu beobachten, so Savin weiter im Interview über gelenkte Aufstände.
 

Nach dem gescheiterten Putsch und der Beseitigung von Erdogan werden die Amerikaner, natürlich, nicht zur Ruhe kommen. Sie werden bestimmt etwas erfinden: Wenn nicht so ist, dann halt anderes. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass in den Städten und Dörfern der Grenzregionen der Türkei, wo sich die IS-Militanten auf dem anliegenden Territorium Syriens befinden(die Organisation in Russland verboten), die Explosionen von blutigen Terroranschlägen klangen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass die IS-Kämpfer die Angriffe auf Diskotheken im Kur-Antalya planen.

 
Nun werden die Amerikaner vor der Aufgabe stehen, die Spannungen innerhalb der Türkei zu schaffen, und dann könnte wieder ein Team von Coup-Spezialisten im Land erscheinen, geführt von Graham Fuller. Bis dahin können sie in einem anderen Land erscheinen, wo die CIA ein besonderes Interesse hat. Die türkische Geheimdienste waren in der Lage, die Teilnahme diesen CIA-Mitarbeitern bei den Ereignissen des sogenannten «arabischen Frühling» in Tunesien, Ägypten, Jemen und Libyen zu identifizieren.