Eine Gruppe junger Asylsuchender hat im sächsischen Bautzen eine Auseinandersetzung mit mehreren Deutschen provoziert. Als die Polizei am Mittwoch abend gegen 21 Uhr eintraf war, standen rund 80 junge Frauen und Männer etwa 20 Asylsuchenden gegenüber. Zeugen zufolge sollen die Gruppen unter anderem mit Flaschen aufeinander losgegangen sein. „Auslöser der Tätlichkeiten sollen den Angaben nach Asylsuchende gewesen sein“, berichtete die Polizei.

 

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Mit einem Großaufgebot trennte diese die Gegner und forderte sie auf, den in der Innenstadt gelegenen Kornplatz zu verlassen. Währenddessen gingen die Einwanderer laut Polizeiangaben mit Flaschen, Holzlatten und anderen Gegenständen auf die Beamten los, die sich mit Pfefferspray und Schlagstöcken zur Wehr setzten. Daraufhin verließen die Asylsuchenden den Platz und zogen durch die Innenstadt, gefolgt von mehreren Deutschen.

 

 

Rettungswagen an Anfahrt gehindert

 

Vor einer Asylunterkunft eskalierte die Situation erneut. Die Polizei, die mittlerweile mit rund 100 Beamten im Einsatz war, positionierte sich vor dem Gebäude. Gleichzeitig patrouillierte sie vor drei weiteren Unterkünften in Bautzen und Niedergurig.

 

In der Asylunterkunft fiel den Polizei ein 18 Jahre alter Marokkaner mit Schnittwunden an den Armen auf, weshalb sie einen Rettungswagen anforderten. „Dieser wurde von mehreren augenscheinlich rechtsmotivierten Männern an der Friedensbrücke an der Anfahrt gehindert und mit Steinen beworfen“, teilte die Polizei mit. Der Rettungswagen gelangte schließlich unter Polizeischutz zur Unterkunft und die Deutschen zogen ab. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Verdachts auf Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

 

 

Bürgermeister will Streetworker einsetzen

 

Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (parteilos) zeigte sich „entsetzt und besorgt“ über die Situation auf dem Kornmarkt. Er verurteile die Auseinandersetzungen aufs Schärfste, ganz gleich, von wem sie ausgingen. „Das werde ich nicht tolerieren“, unterstrich der von Linkspartei, SPD und Bürgerbündnis Bautzen unterstützte Bürgermeister.

 

Auf Facebook kündigte er Donnerstag morgen an, Streetworker am Kornmarkt einzusetzen. Zudem sollen das Ordnungsamt und die Polizei mehr Präsenz zeigen. „Die Stadtverwaltung und der Stadtrat haben die Situation bereits seit längerer Zeit im Blick.“

 

Bereits in den vergangenen Tagen war es rund um den Kornmarkt in Bautzen immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Asylsuchenden gekommen. Dienstag abend hatte ein junger Einwanderer einen Bautzener mit einer Flasche an Hals und Rücken verletzt. Das Opfer mußte schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

 

 

Gratis-W-Lan am Kornmarkt

 

Seinen Unmut über die Situation äußerte der Chef des Hotels Best Western am Kornmarkt, Holger Thieme. In einem offenen Brief wandte er sich am Mittwoch an Stadt und Polizei. „Bitte agieren Sie und reagieren Sie nicht nur, um diese aktuell sehr geschäftsschädigende Situation zu bereinigen.“ Dem Treiben müsse mit Alkoholverboten und Platzverweisen Einhalt geboten werden. „Und am besten schalten Sie öffentliche W-Lan Spots wieder ab, so schön und zukunftsorientiert dies auch sein mag.“

 

Allein am Mittwoch morgen seien 58 Beschwerden von Hotelgästen eingegangen. Touristen und Stammgäste wichen mittlerweile in andere Orte aus.

 

„Außerdem ist es für bestimmte Zielgruppen unseres Hauses nicht möglich, für einen kleinen Stadtspaziergang das Haus zu verlassen, da die Angst angepöbelt zu werden groß ist“, beklagte der Hotelchef laut Sächsischer Zeitung.

 

Quelle: Junge Freiheit