Der russische Generalstab hat die vorläufigen Ergebnisse des am 12. September in Kraft getretenen russisch-amerikanischen Abkommens über die Waffenruhe in Syrien zusammengefasst, schreibt die Zeitung «Kommersant» am Donnerstag.

 

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Die ersten 48 Stunden, in denen der Waffenstillstand eingehalten werden sollte, liefen am Mittwoch um 19.00 Uhr ab.  Der erste Vizechef der operativen Hauptverwaltung im russischen Generalstab, Wladimir Posnichir, fasste die ersten Ergebnisse zusammen. Nach seinen Worten wurde die Waffenruhe durch die Extremisten und die von den USA kontrollierten gemäßigten Oppositionellen seit dem Inkrafttreten mehr als 60 Mal verletzt, worauf die syrische Regierungsarmee allerdings nicht antwortete.

 

Der General unterstrich, dass Russland alle seine Verpflichtungen erfülle, während die Fähigkeit der amerikanischen Seite zur Trennung der Terroristen von den gemäßigten Oppositionellen fraglich sei.

 

„Im Gegenteil: Die Tendenz zur Vereinigung der terroristischen Abteilungen ist offensichtlich“, betonte Posnichir.

 

Laut Quellen aus dem russischen Militär bleibt die Situation in Syrien im Allgemeinen unter Kontrolle, aber es wurden am Mittwoch mehrere Versuche von Terroristen registriert, die nördlichen Stadtgebiete Palmyras anzugreifen, weshalb russische Kampfjets vom Stützpunkt Hmeimim abheben mussten. Dabei seien etwa 15 Fahrzeuge mit Großkaliber-Maschinengewehren und Flugabwehrsystemen sowie mehr als 250 IS-Terroristen vernichtet worden.

 

Der Vizeleiter des Zentrums für Aussöhnung der Seiten, Oberst Sergej Kapizyn, führte an, dass die Stellungen der syrischen Regierungstruppen in Ramusi und Hai-el-Ansari sowie in der Nähe des Handelszentrums „Castello“ am 13. und 14. September zehn Mal beschossen worden seien. In der Provinz Aleppo seien in dieser Zeit 15 Artillerieangriffe, in der Provinz Latakia drei, in der Provinz Damaskus fünf, in Hama acht, in Daraa zwei und in Homs vier registriert worden.