Mittelpunkt der Verhandlungen des russischen Generalstabschefs Valeri Gerassimow mit seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar in Ankara ist die Syrien-Frage gewesen, wie der Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums am Freitag mitteilte.

 

„Die Verhandlungen haben es ermöglicht, die Einschätzungen beider Seiten zur gegenwärtigen Lage in Syrien und zur Liste der für die Erhaltung der Waffenruhe nötigen Maßnahmen näher zu bringen“, so die Behörde.

 

Wie die Zeitung „Kommersant“ schrieb, sind die Gespräche hinter verschlossenen Türen verlaufen, wobei die Gestaltung der Koordination in Syrien sowohl für die russische als auch die türkische Armee die wichtigste Frage ist.

 

Laut der Zeitung wurde der Besuch der russischen Militärs in Ankara noch nach dem Treffen der Präsidenten Russlands und der Türkei am 9. August in St. Petersburg vereinbart, bei dem sich Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan auf die Wiederaufnahme von Kontakten im Militärbereich geeinigt hatten.

 

Gerassimow traf erst am Donnerstag in Ankara ein, obwohl türkische Medien sein Treffen mit Akar noch für Ende August angekündigt hatten. Wie „Kommersant“ weiter schrieb, musste das Treffen wegen des Beginns der Operation „Schutzschild Euphrat“ im Norden Syriens  verschoben werden.