Die beiden Journalisten des serbischen Ablegers der Nachrichtenagentur News Front aus Simferopol (Krim) im Kosovo wegen illegaler Grenzverletzungen verhaftet wurden, sind wieder auf freiem Fuß. Allerdings wurden sie zu einer Geldstrafe in Höhe von 2500 Euro verdonnert, teilte die Nachrichtenagentur mit.

 

Die Journalistin Oksana Sazonova und ein Kameramann, die im Kosovo-Gebiet von Sicherheitskräften verhaftet wurden, Contra Magazin berichtete am Freitag, befinden sich wieder auf freiem Fuß. Den Journalisten wurde vorgeworfen, sich illegal auf dem Gebiet der Republik Kosovo aufgehalten zu haben, weswegen sie zu einer Geldstrafe verurteilt wurden. Im Interview mit Sergej Weselowski spricht die Journalistin über den Vorfall.

 

 
Die Journalistin bestreitet, dass sie sich illegal auf dem Gebiet des Kosovos aufgehalten habe, wo man einen Film über die junge Republik drehen wollte. Nachdem sich auch das russische Außenministerium eingeschaltet hat und auf die Freilassung des Teams drängte, verurteilte ein Gericht die Journalisten wegen illegaler Grenzverletzung zu einer Geldstrafe von umgerechnet 2500 Euro und ordnete die Abschiebung an.
 
Seit 2008 wird die ehemalige Teilregion Serbiens von der Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft als eigenständiger Staat anerkannt. Im Jahre 1999 fand zwischen der NATO und der Republik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) der Kosovo-Krieg um die Region statt. Insgesamt wird die Republik mit ihren 1,8 Millionen Einwohnern von 109 Mitgliedern der Vereinten Nationen anerkannt.

 

Von Christian Lehmann