Nach der verheerenden Niederlage der CDU bei der Berlin-Wahl hat Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende, Angela Merkel, ein Teil der Verantwortung für das schlechteste Ergebnis ihrer Partei in der Nachkriegsgeschichte übernommen, wie Focus Online berichtet.

 

„Die große Koalition hat keine Mehrheit mehr, das ist sehr bitter. Ich übernehme den Teil Verantwortung, der bei mir als Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin liegt“, sagte Merkel bei einer Pressekonferenz in Berlin.

 

Den Satz „Wir schaffen das“ möchte die Kanzlerin kaum mehr wiederholen, manch einer fühle sich dadurch provoziert, meinte Merkel weiter und nahm damit überraschend Abstand von den Worten, die sie zuvor so oft wiederholt hatte.

 

Ob ein Kurzswechsel in der Flüchtlingspolitik derzeit notwendig sei, ist sich die Kanzlerin nicht sicher. Sie sei allerdings bereit, darüber nachzudenken. Aber wenn gemeint sein sollte, dass viele Deutsche fordern, dass keine Fremden im Land aufgenommen werden, dann werde sie den Kurs nicht mitgehen, erklärte Merkel — und zwar aus moralischen und ethischen Gründen.

 

Einen unkontrollierte Zuzug werde sie aber nicht mehr zulassen, versicherte die Kanzlerin. Die CDU ist bei der Wahl am Sonntag auf nur noch 17,6 Prozent der Stimmen gekommen. Eine rot-schwarze Koalition hat damit in Berlin keine Mehrheit mehr. Der Koalitionspartner SPD erreichte 21,6 Prozent der Stimmen.