Die türkischen Luftstreitkräfte haben Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) im Norden Syriens geflogen, wie die Agentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung des türkischen Militärs meldet.

 

Ziele der Luftschläge sind demnach drei Objekte geworden: eine Unterkunft, ein Waffendepot und ein Stab der Terroristen.

 

Ende August hatte Ankara unter Mitwirkung Washingtons einen Anti-Terror-Einsatz in Syrien unter dem Codenamen „Schutzschild Euphrat“ begonnen. Der türkische Premier Binali Yildirim behauptete, es gehe um die Befreiung eines Gebiets nahe Dscharabulus, aus dem die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vertrieben werden sollte.

 

Wie die Vertreter der syrischen Kurden indes erklärten, sehen sie in den Handlungen der türkischen Armee eine Aggression, die sich in erster Linie gegen die Kurden richtet. Moskau äußerte nach Beginn der türkischen Militäroperation seine Besorgnis darüber und warnte Ankara vor dem Vorrücken nach Syrien.

 

Am 9. September hatten sich der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege John Kerry in Genf über einen mehrstufigen Plan zu Syrien geeinigt, der unter anderem die Einstellung der Kampfhandlungen, die Abgrenzung der syrischen Opposition von den Terroristen und die Fortsetzung des Anti-Terror-Kampfes vorsieht. Die Waffenruhe trat  am 12. September in Kraft.

 
Quelle: Sputniknews